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Das wilde Pferd

Es war einmal, vor langer, langer Zeit in einem fernen Land, nennen wir es Amerika. Dort lebten schon seit langem Wildpferde in großen Herden. Meistens wurden diese Herden von einem Hengst geführt, der ziemlich stark und groß war um allen Gefahren zu trotzen. Es war nicht einfach, in der Natur durchzukommen. Es gab viele Feinde und meistens war die Pferde mit Essensuche beschäftigt oder eben allgegenwärtige Gefahren zu meistern. In so einer Herde wuchs ein junger Hengst auf, der anders war, als all die Anderen. Schon als ganz kleines Fohlen, ärgerte er gerne seine Mutter. Er biss sie voll Freude in ihre Beine oder zog frech an ihrem Schweif. Natürlich erntete dafür auch mal einen kleinen Tritt oder einen fester Knuff in den Hals. Mehr aber nicht. Seine Mutter war schon alt und nicht mehr so fit. Sie wollte am liebsten ihre Ruhe haben.

So wurde es ihm bald langweilig und er weitete sein Spiel auf die anderen Fohlen und Mütter aus. Die ließen sich das aber natürlich nicht gefallen und so kam es wie es kommen musste, der freche, ungezogene Hengst musste die Herde verlassen. Mit heftigen Bissen und Tritten wurde er vom Leithengst verjagt, und selbst da, wehrte er sich noch, doch er war noch zu jung und schwach um etwas ausrichten zu können. Mit eingezogenem Schweif trabte er davon und nahm sich dabei ganz fest vor, das wildeste und stärkste Pferd aller Zeiten zu werden. Er zog also alleine durch die Gegend und musste lernen, sich zu behaupten und eben alle Gefahren alleine zu überstehen. Unwetterartige Stürme, Gewitter mit Hagel und Regen, der alles überschwemmte. Steppenbrände und natürlich auch immer wieder Angriffe von hungrigen Puma´s. Selbst dem Menschen ist er ab und an begegnet und hat schnell gelernt, dass er auch zu seinen Feinden gehörte.

Das wilde Pferd
Das wilde Pferd

Der junge Hengst wuchs heran und sein ganzes wildes Temperament und seine Stärke wuchs ins Unermessliche. Langsam merkte er, wie stark er war. Nichts und niemand konnte ihm was anhaben. Er galoppierte voller Lebensfreude und Energie durch die Landschaft. Schlug dabei mit seinen Hinterbeinen kräftig aus und bockte aus Spaß am Leben. Was konnte es schöneres geben, als ein Wettrennen mit dem eigenen Schatten ? Durch bauchtiefes Wasser zu gehen und nicht mal den Boden den Flusses zu sehen ? Kühe zu jagen und kleine Kälbchen zu ärgern. Er flog von einer Untat zur nächsten und genoss es. Er war der Stärkste und Wildeste. Das wollte er allen zeigen. Sein Körper war gut trainiert und sein Fell glänzte golden in der Sonne.

Eines Tages sah er unterhalb seines Aussichtsposten ein anderes, einzelnes Pferd. Es sah etwas struppig aus und schien nicht unbedingt vor Lebensfreude zu strotzen. Es stand da und schlief, mit hängenden Ohren. Dem wollte er natürlich sofort mal zeigen, wer hier der Herrscher ist. Den Hals in den Himmel empor gestreckt galoppierte er den Abhang hinunter. Sein Schweif kam beinahe seinem Tempo nicht hinterher. Die Mähne flatterte wie eine Piratenflagge im Wind. Kurz vor dem schlafenden Pferd machte er einen Stopp und stieg herausfordernd auf die Hinterhand, seine Ohren fast unsichtbar auf dem Mähnenkamm liegend. Der Staub hüllte die beiden Pferde ein und es dauerte etwas, bis man wieder was erkennen konnte. Müde erhob das Pferd den Kopf, machte keine Anstalten sich irgendwie vorzustellen und drehte sich ab um ein ruhigeres Plätzchen zu suchen. Der Hengst wurde böse. Was war den das für ein schlaffer Hengst, der nicht einmal richtig Notiz von ihm nahm? So einfach kommt der nicht davon. Er umkreiste seinen "Feind" und schlug dabei immer wieder mit den Vorderbeinen in den Sand. Doch das müde Pferd legte nur die Ohren an und trabte in einem sehr langsamen Trab davon.

Der wilde Hengst konnte es nicht fassen. Er wollte doch so gerne jemanden ärgern und der lief einfach davon. Nur nicht nachlassen, dachte er sich und verfolgte das Pferd. Doch ärgern ließ es sich nicht, sondern es wich immer nur geschickt aus. Immer wieder zeigte der wilde Hengst dem Langweiler, was er konnte und wie toll er war. Er galoppierte im irren Tempo durch den Sand. Machte Sätze wie afrikanische Springböcke es tun und bockte dabei so heftig, dass er öfters mal dabei zu Boden ging. Unbeirrt sprang er dann auf um weiter machen. Das andere Pferd schaute zwar zu, aber es schien beinahe mitleidig zu lächeln. Wozu den der ganze Aufwand?

So verging die Zeit, die Tage und die Nächte und irgendwann merkte der wilde Hengst, dass er sich nun schon sehr lange in der Nähe von dem anderen Pferd aufhielt und seither weder Hunger noch Durst haben musste. Dieses braune, langweilige Pferd hatte immer etwas zu Kauen zwischen den Zähnen und gutes Wasser war auch nie weit entfernt. Außerdem hat er ihn auch schon öfters vor Feinden gewarnt, indem er auf und davon lief. Bevor der wilde Hengst auch nur wusste warum. Schließlich war er ja nur beschäftigt mit wild sein. Und dann geschah es eines Tages. Der wilde Hengst wurde beim Graszupfen zwischen den Felsen von einem jungen Puma erschreckt und galoppierte einen steinigen Abhang hinunter. Er merkte schnell, dass dieser Hang wohl zu steil war und dann war es auch schon geschehen. Die Beine fanden keinen Halt mehr, die Steine unter ihm rutschten und eine mächtige Lawine aus Geröll und dem wilden Hengst rauschte ins Tal. Er überschlug sich mehrfach und blieb dann benommen auf der Seite liegen. Es dauerte ein paar Minuten bis er die Augen aufschlug und wieder zu sich kam.

Dann kam ihm der Puma wieder in den Kopf und er wollte aufspringen um sich wehren zu können. Doch es ging nicht. Sein Körper gehorchte einfach nicht. Die Beine schmerzten höllisch und sein Rücken tat ihm sehr weh. Gut, dachte er sich, ich bleib kurz liegen und dann wird's schon wieder gehen. Er versuchte es noch unzählige Male, doch es wurde ihm schwummrig vor den Augen. Er hatte große Schmerzen und gab auf. Er legte sich zur Seite und sah mit dem einen Auge noch, wie sich bereits die Geier am Himmel versammelten und kreisten. Ein Geräusch ließ ihn die Augen wieder öffnen. Sein erster Gedanke war natürlich der Puma. Sein Herz begann zu rasen, er wusste, er war verloren. Die Schritte kamen näher und in seine Nüstern, drang ein so bekannter und schöner Geruch ein. Süß und unverkennbar - Pferd.

Er verdrehte sein Auge und dann konnte er das langweilige, braune Pferd sehen. Es stand da und schien ihn zu bewachen. Die Geier am Himmel waren verschwunden. Der wilde Hengst schnaubte freudig und ruhig durch seine Nüstern und er bekam eine Antwort, die ebenso ruhig und freudig war. Er konnte sich zur Seite legen, schlafen und erholen. Er wurde bewacht. Am nächsten Morgen wurde er durch leichtes Schubsen gegen seine Hinterbacke geweckt. Der Braune wollte, dass der wilde Hengst aufstehe solle. Langsam und schmerzhaft kam er auf die Beine. Es gab nichts an seinem Körper was ihm nicht weh tat. Er probierte ein paar Schritte und war dennoch erleichtert überhaupt Stehen zu können.

Der Braune schubste ihn mit der Nase einen schmalen Pfad entlang und sie gelangen in ein Tal, dass er vorher noch nie gesehen hatte. Dort wuchs Gras im Überfluss. Er brauchte nur den Kopf zu senken und konnte den ganzen Tag fressen. Neben ihm rauschte ein kleines Bächlein. Für alles war gesorgt. Zum Schlafen konnte er sich in eine Felsspalte zurück ziehen, die dann von dem lahmen Pferd bewachte wurde. So konnte sich der wilde Hengst langsam erholen. Und als einmal ein Braunbär meinte, er müsse auch dort sein Quartier beziehen, wurde der Bär doch tatsächlich von dem mutigen und entschlossen Braunen mit so kräftigen Huftritten malträtiert, dass er laut brummend flüchtete. Der wilde Hengst hatte genug Zeit um über sich und sein Leben nachzudenken. Er wusste, der Braune hatte ihm das Leben gerettet. Er musste sehr schlau und gut sein. Nur körperliche Kräfte hatte er nicht mehr genug. Er beschloss seine Kraft von nun an mit ihm zu teilen. Die beiden wurden gute Freunde und vielen Cowboy´s in Amerika war dieses ungleiche Paar bekannt. Denn einfangen konnte man die beiden nicht - sie waren zu schlau und zu stark.

Autorin: Irene Haas

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