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Literals Geschichte

Der Anfang einer großen Freundschaft zwischen Mensch und Pferd

1. Wie alles begann
Heute war der erste Tag im neuen Stall, nachdem ich mich orientiert und meine Sachen eingeräumt hatte wollte ich mich Literal beschäftigen, man hatte mir schon gesagt dass er schwierig und temperamentvoll wäre. Ich bewaffnete mich mit einem Strick und ging zur Problempferdekoppel. Von weiten sah ich ihn schon, er wirkte auf der Weide sehr normal. Ich kletterte durch den Zaun und blieb am Gatter stehen. Die Pferde hatten mich inzwischen bemerkt, auch Literal.

Er lies mich nicht aus den Augen. Ich rief seinen Namen. Erschrocken hob der Hengst seinen Kopf die Ohren waren angelegt. Er kam auf mich zugetrabt und zeigte die Zähne. Ich blieb ganz ruhig stehen. Nun stand er einige Meter vor mir, er schnappte nach mir, in dem Moment griff ich das Halfter und strich ihm über seinen Hals, ganz verwundert blieb er für einige Sekunden ruhig. Ich hatte den Strick nun eingehakt und wartete auf seine Reaktion. Er sprang zurück und stieg. Ich lies den Strick lang und sprach zu ihm. Er biss mir in die Schulter. Ich spürte den Schmerz, doch ich hörte nicht auf mit ihm zu reden. Schritt für Schritt näherte ich mich dem Tor.

Vertrauen?
Vertrauen?

Literal stieg und schlug weiter. Nun hatte ich es geschafft ihm den Strick wie ein Gebiss durchs Maul zu ziehen. Wenn er nun zog, empfand er einen rauen Ruck im Maul. Ich lies den Strick locker und lies ihn für sich testen wie weit er ziehen konnte. Allmählich hatte er es begriffen und ging eigentlich ruhig neben mir her. Ich versuchte ihn zu streicheln. Doch er begann wieder nach mir zu schnappen. Ich gab ihm einen Klaps auf die Backe. Erschrocken sprang er zur Seite und schaute mich an. Ich sprach die ganze Zeit mit ihm. Dann hatte ich es geschafft ihn bis zur Longierhalle zu bringen. Als ich drinnen war löste ich den Strick.

Literal stürmt er sofort in die Hinterste "Ecke" der kleinen Halle. Ich stellte mich in die Mitte und wartete. Er kam wieder auf mich zu gestürmt, ich ging aber auch auf ihn zu. Damit hatte er nicht gerechnet und wich erschrocken zurück. Er ging zurück und ich begab mich auch wieder in die Mitte. Zum ersten Mal sah ich das er sein Ohr nach vorne bewegte. Langsam wurde er neugierig. Ich nahm nun eine Gerte wo ich ein Flatterband drangehängt hatte von der Bande. Und sagte zu ihm:" Komm mein Junge trab" ich raschelte etwas und erschrocken galoppierte er durch die Halle. Ich lies ihn die ganze Zeit galoppieren. Bis er anfing den Kopf runter zu nehmen und von alleine zu kauen.

Das dauerte seine Zeit. Doch ich hörte nicht auf mit ihm zu reden. Die ganze zeit sprach ich auf ihn ein. Zweimal musste ich mich vor einem Tritt retten. Aber er galoppierte weiter. Nach einer halben Stunde war er schon verschwitzt, aber er zeigte noch keine Anzeichen davon mich zu akzeptieren. So leid er mir tat, er musste weiter laufen. Aber dann schnaufte er und die aggressiven Augen wurden ruhiger, aus Agression wurde Angst. Ich forderte ihn noch mal auf schneller zu galoppieren und da geschah es, sein Kopf senkte sich langsam, erst zog er ihn wieder hoch aber dann lies er ihn unten. Auch begann er langsam zu Kauen. Ich legte die Gerte auf den Boden und streckte meine Hand aus dann rief ich seinen Namen. Er blieb stehen und schaute mich wieder ängstlich an.

Seine Ohren waren wieder angelegt. Ich blieb einfach stehen, dann holte ich einen roten Apfel aus meiner Tasche. Erst zuckte er bei dem Knistern meiner Jacke. Aber er sah den Apfel. Ich stand da und sagte nur seinen Namen. Immer und immer wieder. Langsam ging er im Schritt immer um mich herum. Er wollte seinen Stolz verbergen, er kam ganz unauffällig immer weiter in meine Nähe. Ich war ganz in Gedanken als ich plötzlich etwas Weiches auf meiner Hand fühlte. Es war Literal. Er nahm den Apfel aus meiner Hand und ich konnte ihn streicheln. Ich kraulte ihn hinter den Ohren. Das tat ihm wohl gut, denn er fing an ganz ruhig mit den Ohren zu spielen. Bis er den Apfel gefressen hatte kraulte ich ihn, dann entfernte er sich aber auch wieder, doch es war kein wildes Entfernen, er drehte sich um und trabte noch einige Runden. Für mich war das ein Zeichen das er einfach noch Zeit bräuchte.

Ich war aber mit diesem tag zufrieden. Ich hatte mir nicht vorgestellt dass er so "schnell" lerne. Es war zwar schwierig ihm wieder den Strick ans Halfter zu machen, doch er akzeptierte nun das Knotenhalfter und es war nicht allzuschwierig ihn zurück auf die Weide zu bringen. Ich blieb noch einige Zeit am Gatter stehen und beobachtete dieses sonderbare Pferd. Ich vertraue ihm und hoffe er wird mir auch bald vertrauen.

2. Erste Schwierigkeiten
Als ich heute in den Stall kam stand Literal schon in seinem Stall. Langsam nährte ich mich der Box und begann mit ihm zu reden. Plötzlich schnellte ein Kopf aus der Box und begann wild in die Luft zu schnappen. Ich hielt einen Apfel in meiner Hand und als er ihn sah wurde er ruhig und nahm den Apfel. Während er fraß zog ich ihm Halfter an, dann band ich ihn fest und versuchte ihn zu putzen, am Anfang trat und biss er ums sich, ich lies aber nicht locker und nach wenigen Minuten merkte er, dass das putzen gut tat. Langsam entspannte er sich und ich konnte ihn erstmal etwas putzten, doch trat er noch ab und zu als ich an einer anderen Stelle putzte oder eine andere Bürste nahm.

Geschafft- er war geputzt. Jetzt kam der etwas schwierigere Teil nämlich ihn wieder in die Longierhalle zu führen. Ich zog ihm heute eine Hengstkette durchs Maul und öffnete die Boxentür, er stürmte raus, es ruckte kurz und das Pferd stand ganz still da. Ich führte ihn wieder in die Box und dann noch mal heraus, diesmal blieb er ruhig. Ich tätschelte ihm den Hals und führte ihn zur Longierhalle. Dort lobte ich ihn erstmal. Ich war sehr glücklich das er sich jetzt so einigermaßen anfassen lies. Nachdem ich ihn los gemacht hatte schnalzte ich und forderte ihn ruhig zum Galoppieren auf. Er lief wieder Runde für Runde. Ich hoffte dass er es diesmal schneller kapieren würde, aber es war leider nicht der Fall. Nach fast 1 Stunde Galopp nahm er erschöpft den Kopf runter und begann langsam und Stück für Stück zu kauen.

Ich streckte wieder die Hand aus und erschöpft und ganz ruhig kam er auf mich zu, ich streichelte seine Stirn und gab ihm eine Möhre. Ich kraulte ihn und er genoss es. Ich sprach ganz sanft zu ihm und langsam merkte ich dass wir heute wieder einen Schritt weiter gekommen waren. Ich ging zur Hallentür, aber Literal folgte mir nicht sondern blieb einfach stehen. Ich hoffte er würde sich wälzen........ aber er tat's nicht. Er stand einfach nur da. Ich ging auf ihn zu er wich zurück. Ich sprach mit ihm, sein Ohr spitzte sich langsam ging ich näher. Er blieb stehen und hörte nur auf meine Stimme. Ich legte die hand an seinen hals und hackte vorsichtig die Kette ein, dann zog ich sie wieder durch sein Maul.

Ich führte ihn einige Runden im Schritt. Er trottete ganz brav neben mir her, doch sobald er wieder im Freien war, war er nervös und aggressiv. Er schnappte und stieg, doch das Halfter hielt ihn zurück. Im Stall löste ich schnell das Halfter und verlies die Box. Ich drehte mich aber noch mal um zur Box und schaute hinein. Literal stand in einer Ecke und schaute misstrauisch zur Tür. Ich ging weg. Bevor ich um die Ecke bog schaute ich mich noch mal um, er lugte aus seiner Box die Ohren nach vorne- er war zu neugierig um still in der Box zu bleiben. Vielleicht ist das der Schlüssel zu ihm........Am Abend überlegte ich wie ich Literal seine Aggression und Menschenscheu nehmen könnte....

3. Es wird besser
Ich kam heute in den Stall und mir war noch nichts mit Literal eingefallen. Also übte ich erst mal so weiter wie bisher. Er stand draußen auf der Weide. Ich ging zur Weide und rief seinen Namen. Er spitzte die Ohren und schaute zu mir rüber. Heute wirkte er etwas ruhiger als gestern. Ich kletterte durch den Zaun und ging auf ihn zu, auch er kam etwas näher. Ich ging langsam und ruhig sprechend Schritt für Schritt auf ihn zu, die Ohren gingen wieder nach hinten. Doch diesmal lies er sich schon anfassen. Ich konnte seine Stirn streicheln. Ich zog ihm wieder die Hengstkette an und das Knotenhalfter. Etwas widerwillig kam er mit mir zum Gatter.

Außerhalb seines "Reviers" begann er wieder nach mir zu schnappen und zu steigen. Doch bei jedem Mal steigen spürte er auch dass das Halfter ihm schmerzte. Den letzten Weg zum Stall stieg er nicht mehr sondern tänzelte nur neben mir her und schnappte ab und zu nach meiner Schulter. Ganz ruhig band ich ihn in seiner Box an. Mein Putzzeug hatte ich schon dorthin gestellt. Ich hatte diese Mal auch ein Radio dabei. Ich machte es an, Literal lauschte diesen Stimmen, der Musik. Er war so auf diese Geräusche konzentriert dass er nicht nach mir schaute. Ab und zu trat und zuckte er etwas, aber er blieb stehen. So ich hatte ihn geputzt. Nun musste ich nur noch eine Bisswunde an seinem Hals mit Salbe einschmieren.

Das schien mir ein größeres Problem. Ich nahm die Salbe aus meinem Putzkasten und schmierte mir etwas auf den Finger. Ich streichelte erst seinen Hals, er schnappte nach mir, nun versuchte ich schnell die Salbe auf die Wunde zu schmieren und er biss mir genau in den Arm. Vor Schreck und aus Reaktion bekam er eins vor die Nase gewischt. Erschrocken drehte er sich zu mir um und sah mich entgeistert an... Ich rieb mir den Arm und band Literal dann los und führte ihn aus seiner Box, er hatte es sich von gestern gemerkt und schlenderte ganz friedlich hinaus. Ich lobte ihn. Und wir gingen wieder zu Longierhalle. Ich machte ihn ab nachdem ich die Tür geschlossen hatte und "scheuchte" ihn im Galopp durch die "Halle". Dieses Mal begann er viel schneller zu kauen. Aber er nahm den Kopf nicht ein Stück herunter.

Ich scheuchte ihn weiter und weiter. Da passierte es, er nahm den Kopf herunter und trabte auf mich zu, vor mir blieb er stehen und schaute mich an. Ich streckte die Hand aus, da wich er zurück und giftete. Ich ging auf ihn zu. Er stieg. Ich wich aus und als seine Hufe vor mir aufkamen streichelte ich ihn. Er wollte beißen, doch er hielt inne. Er lies sich streicheln. Und er lies sich in der Halle führen. Nach 10 Minuten wo ich ihn führte und streichelte lies ich ihn wieder vom Strick los. Er trabte noch ein bisschen umher. Dann führte ich ihn hinaus zurück zur Weide. Auf dem Feldweg der zur Weide führte stoppte ich alle 3 Meter und blieb 5 Sekunden stehen. Literal stieg und stürmte immer los doch ich lies nicht locker und stemmte mich wenn er los raste mit aller Kraft gegen ihn. Ich merkte dass er die Knoten und die Kette im Maul spürte - er lies locker und blieb stehen. Das passierte drei Mal. Beim vierten und letzten Mal blieb er brav stehen. Dann war ich auch schon am Gatter angekommen ich öffnete das Tor und lies ihn auf die Weide. Meine Hände waren aufgeschürft und schmerzten. Doch ich werde weiter trainieren.

Autorin: Katrin Rösing

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