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Winter-Erlebnis

Ein Wintertag mit meinem Pony

Was für ein wunderschöner Tag. Der Himmel ist blau, ganz ohne Wolken. Die Sonne scheint. Ihre Strahlen fallen auf den blütenweißen Schnee, der sie wieder zurück in den Himmel wirft. Überall glitzert es. Schnee ist etwas Wunderbares. Und das Wichtigste ist: Ich habe Zeit, den ganzen Tag. Was für ein wunderschöner Tag für einen Ausritt. Ich kann es kaum erwarten in den Stall zu kommen. Schnell anziehen, warme Socken nicht vergessen, und los geht es. Auch wenn die Sonne scheint ist es ziemlich kalt draußen. Aber das macht nichts. Mit warmen Klamotten merkt man das kaum.

Lukas im Herbst
Lukas im Herbst
Mit einem freudigen Brummeln werde ich begrüßt. Auch Lukas kann es kaum erwarten. "Hallo, mein Süßer" begrüße ich ihn, wie jeden Tag. "Na, hast du Lust auf einen langen Ausritt?" Lukas streckt mir seine Nase entgegen, will gestreichelt werden. Ich tue ihm den Gefallen, kraule ihn an der Nase und zwischen den Ohren. Das hat er besonders gerne. Dann geht es ans Halftern. Draußen werde ich ihn erst einmal ausgiebig putzen. Unsere Spuren sind die ersten auf dem Hof. Es ist noch früh. Das Heufrühstück ist gerade vorbei. Total idyllisch, denke ich bei mir. Es tut manchmal richtig gut, alleine auf dem Hof zu sein. Ich betrachte unsere Spuren im Schnee. So laufen wir jetzt schon drei Jahre nebeneinander. Drei Jahre, von denen ich keinen Tag bereue.

Lukas genießt das Putzen. Gerade bei den Stellen, an die er selbst nicht dran kommt reckt er den Hals und zeigt so, dass es ihm gefällt. So, jetzt noch die Hufe und dann kann es losgehen. Es gibt doch nichts Schöneres als einen Ausritt durch den Schnee. Den Sattel sanft auf den Pferderücken gelegt, ins erste Loch gegurtet und dann kommt die Trense. "Alles klar?" Lukas schnaubt. Er freut sich offensichtlich auf den Ausritt. Ich schaue noch einmal in den Himmel bevor wir losgehen. Eigentlich war heute ein Sturm angesagt, aber der Himmel ist strahlend blau. Vielleicht habe ich mich auch verhört.

Wir müssen ein Stück an der Straße entlang bevor wie diese überqueren können. Der Weg, den wir dann einschlagen, führt durch einen kleinen Wald und anschließend auf freies Feld. Dort sind wir gerne und oft. Vor allem im Herbst war es schön dort, als die ganzen Felder abgeerntet waren. Es gibt nichts Schöneres als über Stoppelfelder zu reiten. Aber heute gibt es keine Stoppelfelder, es ist schon sechs Wochen her seitdem das letzte umgepflügt wurde. Und jetzt ist alles mit einer dicken weißen Schicht bedeckt. Sogar im Wald liegt Schnee. Die Äste der Bäume hängen nach unten. Ihnen ist die weiße Last zu schwer. Hin und wieder sieht man einen abgebrochenen Ast herum liegen. Zwischen den Bäumen sieht man Spuren von Hasen. Sie müssen heute Morgen schon herumgetollt sein. Die Spuren kreuzen sich, gehen im Zickzack wild durcheinander. Was man im Wald so alles entdecken kann wenn Schnee liegt. Größere Spuren kreuzen den Weg, das könnte ein Reh gewesen sein. Gibt es hier Rehe? Ich habe da eigentlich noch nie drüber nachgedacht. Aber warum soll es sie hier nicht geben? Es ist ja schließlich ein idealer Ort für Rehe. Wald und Felder, nur die Straße ist nicht so toll.

Lukas unter mit bewegt sich langsam und gleichmäßig. Auch er ist entspannt. Wie könnte man auch anders bei so einem wunderschönen Tag? Mit gespitzten Ohren läuft er durch den Wald. Ich lasse ihm die Zügel lang. Er liebt es, seine Nase beim Laufen in den Schnee zu halten. "Was meinst du, Junge, wollen wir ein bisschen traben?" Als ich angefangen habe zu sprechen ging eines seiner Ohren nach hinten. Ein kurzes, freudiges Schnauben, und schon kann es losgehen. Ich brauche kaum zu treiben. Aufmerksam traben wir den Waldweg entlang. Ein Kaninchen hüpft erschrocken zur Seite.

Dann kommen wir auf die Felder. Die Wege hier sind ziemlich uneben. Die letzten Wochen war es sehr matschig. Wir parieren durch. Warum sollen wir über den unebenen Boden stolpern? Ich schaue in den Himmel. Das Blau ist einem sehr hellen Grau gewichen. Vielleicht wird es heute doch noch stürmen. Aber bis jetzt sieht es noch ganz gut aus. Ich beschließe, eine große Runde im Feld zu gehen und dann werden wir wieder den Weg zum Stall einschlagen. Hier im Feld ist es kühler als zwischen den Bäumen. Es geht ein leichter Wind. "Na komm, Dicker. Dann lass uns mal noch ein wenig weiter gehen." Je weiter wir uns von dem schützenden Blätterdach der Bäume entfernen desto windiger wird es. Der Himmel wird dunkler, doch die Sonne kommt noch immer durch. Der Himmel sieht eigenartig aus. Und dort hinten, da wird es immer grauer. Nun gut, dann gehen wir eben nur eine kleine Runde durchs Feld. Den nächsten Weg werden wir abbiegen und wieder in Richtung Wald und Stall reiten.

Lukas schnaubt. Es ist ein Wind aufgezogen, der immer stärker wird. Er bläst von der Seite, so dass Lukas den Kopf in die entgegengesetzte Richtung drehen muss um Luft zu bekommen. Dann beginnt es zu regnen. Es ist ein Schneeregen. Die Tropfen sind so kalt, dass sie sich anfühlen wie Eis. Durch den Wind wirken sie wie kleine Nadelstiche auf der Haut. Vom einen auf den anderen Moment ist es fast unmöglich weiter als fünf Meter zu sehen. "Warte mal, ist das eklig!" Lukas hält an und ich steige ab. Es macht ja keinen Sinn weiter zu reiten. Wir drehen um und gehen langsam zum Wald zurück. Es stürmt inzwischen richtig um uns herum. Wir gehen nebeneinander, Lukas läuft dicht neben mir. Es ist mit einem Mal sehr kalt. Wenn wir zurück im Stall sind gibt es erst einmal einen Tee.

Endlich erreichen wir den Waldrand. Hier ist es nicht ganz so schlimm. Die Bäume halten das Schlimmste ab. Lukas schnaubt erleichtert. "Na, mein Junge, das ist ein Wetter, was?" Der Schnee hat sich in seinem Fell verfangen. Er sieht aus wie ein Schimmel. Eigentlich sollten wir nicht lange hier herum stehen, überlege ich. Wir sollten weiter gehen. Noch einmal kurz verschnaufen, und dann weiter. Wenn wir in Bewegung bleiben dann erkälten wir uns vielleicht nicht so schnell. Meine Hände sind wie abgefroren und auch Lukas ist sichtlich erleichtert, dass wir jetzt wieder Richtung Heimat gehen. Und dabei war es doch vorhin noch so schön.

Je weiter wir in den Wald gehen desto ruhiger wird es. Der Sturm tobt draußen weiter. Der Wind ist deutlich zu hören. Er pfeift durch die Wipfel der Bäume. Ab und an spitzt Lukas die Ohren und schnaubt aufgeregt, ansonsten läuft er ruhig neben mir. Ich freue mich. In so einer Situation wäre er mir vor drei Jahren, als ich ihn bekommen habe, ohne zu zögern weg gerannt. Und jetzt bleibt er bei mir, sucht sogar meine Nähe. Ich bin glücklich.

Kurze Zeit später sind wir wieder am Stall. Ich befreie Lukas von seinem Sattel und den Sattel von Schnee und Eis. Der Sturm hat sich mittlerweile wieder gelegt. Es ist noch immer verdammt kalt, aber die dunkelgrauen Wolken sind aufgerissen und lassen die Sonne wieder durchscheinen. Mir ist kalt. Alles was ich anhabe scheint nass zu sein. Gleich werde ich nach Hause fahren und heiß baden. Das hilft so gut wie immer, aber erst mal muss Lukas versorgt werden. Teewasser habe ich im Stübchen schon aufgesetzt. Wir werden jetzt erst einmal zusammen einen Kamillentee trinken. Kamillentee liebt er. Er trinkt gierig den ganzen Eimer leer. Dann geht es wieder in die Box. Mit einem erleichterten Stöhnen senkt er den Kopf und beginnt zu fressen. Ich schaue ihm noch einen Moment zu, dann verabschiede ich mich und fahre nach Hause.

Was für ein wunderschöner Tag. Es war bis jetzt der schönste Wintertag den wir zusammen erlebt haben, und ich hoffe es werden noch viele weitere folgen.

Autorin: Manuela See

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