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Wintergeschichte

Miss Tatu

Mein Mädchen heißt Tatu, eigentlich Miss Tatu. Sie ist in Bulgarien geboren, war ein Springpferd, gar nicht so schlecht anscheinend - bis Klasse M. Als sie verkauft wurde, begann ihr Leben voll Leid, Schmerz und Angst. Das Glück hatte sie jedoch nicht ganz verlassen, sie wurde zurückgeholt und wieder langsam an andere Pferde und Menschen gewöhnt. Durch Hilfe und Verständnis wurde sie wieder sicher (zumindest in der Gruppe).

Miss Tatu
Miss Tatu
Vor sieben Jahren habe ich sie gekauft. Dass ich keine Ahnung von Pferden hatte schien nicht so wichtig. Ihr Weg mit mir war voll von Missverständnissen und Fehlinterpretationen und so suchte ich neue Wege für uns. Ich fand sie für mich und Tatu im Natural Horseman Ship. Ich lerne von ihr und mit ihr. Tatu hat das Glück, in einer pferdegerechten Welt zu leben. Sie ist jeden Tag draußen (so bald die Nächte frostfrei sind, Tag und Nacht), lebt in einer stabilen Gruppe. Auch wenn ihre beste Freundin nach Wien umgezogen ist, wirkt sie zufrieden und entspannt.

Vor allem wurde sie nach vielen Jahren, die von Krankheit geprägt waren, gesund. Tatu ist neunzehn Jahre alt und wird von Tag zu Tag schöner und vollkommener. Dazu haben viele Menschen (vor allem ihr Tierarzt) beigetragen. Sie kann vom Frühling an bis zu den ersten Nachtfrösten mit ihrer Gruppe auf weiten Wegen wandern. Sie können sich schrecken, flüchten und wieder beruhigen, haben ihre Nachmittagsplätze, an denen sie ruhen. Wenn sie durstig sind, gehen sie zum Bach und trinken. Sie tun das, was Pferde seit uralter Zeit tun. Schritt für Schritt, grasen, dem Sonnenuntergang entgegen gehen. Wir haben Wintertage, die manchmal den Frühling ahnen lassen, und das liebe ich. Einfach weil es so ist. Ich stehe unter einem Baum auf der Koppel und beobachte die Pferde. Tatu steht beim Futterstand, vergräbt ihren Kopf im duftenden Heu und sucht sich die besten Halme aus. Prana Vita ist eine Form der Energiearbeit und ich schenke Tatu davon. Sie hört nach einigen Minuten zu fressen auf und wirkt entspannt. Plötzlich beginnt sie mit dem rechten Vorderbein zu scharren - und legt sich hin. Sie streckt die Beine lang aus und fällt in eine Tiefschlafphase.

Seit sie bei mir ist, habe ich sie noch nie auf der Koppel liegen oder schlafen sehen. Schon gar nicht im Winter. Über die Jahre habe ich die Pferde oft beobachtet, zu allen Tages- und Jahreszeiten. Wie oft habe ich mich gefragt, wann sie sich wohl hinlegt und wie lange? Niemals habe ich sie auf der Koppel liegen sehen, niemals. In diesem Winter 2007, der kein richtiger Winter ist, habe ich es gesehen und bin dankbar.

So hat mir dieser Winter, der keiner ist, ein wundervolles Geschenk bereitet. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Mausi ist eine ältere Haflingerstute. Sie schleicht sich an Tatu heran, zwickt sie in die Kruppe und ist wie ein Wiesel wieder verschwunden. Tatu steht auf, wirkt etwas verwundert und schaut zu mir her. Dreißig Meter stehe ich etwa entfernt von ihr. Ich rufe sie nicht, kein Gedanke, dass sie zu mir kommen soll, kein nonverbales Signal, nichts. Sie geht langsam zu mir, ihr Kopf an meiner Schulter, ich spüre ihren Atem und bin dankbar für dieses Geschenk. Dieses Geschenk von Verbundenheit und Nähe, ein inneres Gespräch mit diesem Pferd, das mein Pferd ist. Und es ist Winter.

Autorin: Ulrike Rohrer

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