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Kentucky, ein Land für Pferdenarren (Seite 1 von 7)

Mein damaliger Freund brachte mich schweren Herzens hin, aber bereits Monate bevor wir uns kennen lernten hatte ich mich über das Programm informiert und den Entschluss ins Ausland zu gehen gefasst.

Eigentlich entstand der Wunsch nach Amerika zu gehen bereits 12 Jahre zuvor, im Mai 1988. Damals trafen sich meine Oma und Ihre Zwillingsschwester, die auf der Flucht vom Sudetenland nach Deutschland von russischen Soldaten verschleppt und von amerikanischen Soldaten befreit wurde, nach jahrzehntelanger Suche über das rote Kreuz zum ersten Mal wieder. Die Zwillingsschwester von meiner Oma verlor durch die Verschleppungsaktion den Kontakt zur Familie und wuchs in Westdeutschland auf.

Dort lernte Sie in jungen Jahren einen amerikanischen GI kennen und heiratete in den USA undlebte dort. Meine Oma hingegen wuchs in der DDR auf und heiratete hier. Erst im Jahre 1987 konnte durch das Rote Kreuz der Kontakt wieder hergestellt werden. Nun war es im Mai 1988 soweit das die Zwillingsschwester meiner Oma mit ihrem Mann zu Besuch ins thüringische Eisenach kam. Ich war schon immer ein sehr aufgeschlossenes Kind und war begeistert von den tollen Fotos und den kleinen Mitbringseln aus dem Land des damaligen Staatsfeindes. Außerdem war ich fasziniert von der Sprache, denn diese Lautformationen hatte ich bis zum damaligen Zeitpunkt noch nie zu Ohren bekommen.

Im Herbst 1988 reiste meine Oma mit einigen ihrer anderen Geschwister mit Ausnahmegenehmigung und ich nehme auch an mit höchster Überwachung durch die Stasi nach Tacoma im Bundesstaat Washington, ganz im Nordwesten der USA. Nach ihrer Rückkehr vom dreiwöchigen Urlaub auf dem Boden des Klassenfeindes war ich erneut den vielen tollen Fotos und Erzählungen fasziniert ausgesetzt. Bereits damals war es mein größter Wunsch einmal ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen, doch zu dieser Zeit wurde ich noch mit einem etwas traurigen Blick belächelt. Schonend versuchten mir meine Eltern damals beizubringen das ich bis zum Rentenalter warten müsse um mir diesen für diese Zeit ungewöhnlichen Wunsch erfüllen zu können. Damals war ich gerade mal 9 Jahre alt und konnte diese Einschränkungen nur schwer verstehen. Ein Jahr später war die Wende aber es sollte noch weitere 11 Jahre dauern bis ich mir diesen Wunsch erfüllen konnte.

Noch während meiner Ausbildung zur Landwirtin auf einem Eisenacher Reiterhof überkam mich dieses unbändige Fernweh erneut. Außerdem war mir das engstirnige Gehabe um die teuersten Reitstiefel und das schönste Pferd auf dem Hof zuwieder. Fast 6 Jahre lang verbrachte ich jede freie Minute auf dem Hof, gab nach der Schule Reitunterricht und kümmerte mich hingebungsvoll um die Pferde, aber gedankt wurde mir mein Einsatz nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen das dies die Erfüllung meines Lebens sein sollte. In dieser Zeit grübelte ich viel, ich wollte einfach mal das richtige Leben kennen Lernen. Ich sprühte vor Energie und mein Wissensdurst war unstillbar. Auch ein wenig Abenteuerlust mischte sich unter meine Emotionen.

Anfang Mai 1998 war der US Präsident Bill Clinton in Eisenach zu Besuch und durch die Arbeit meines Vaters als Journalist kam ich zum Greifen nah heran. Zu diesem Anlass wurden Flugblätter mit Anmeldebogen für das PPP verteilt. Umgehend bewarb ich mich für das PPP (parlamentarisches Patenschaftsprogramm für ein Jahr High School in den USA). Ich fuhr zu Vorstellungsgesprächen und Tests nach Berlin, wurde aber wegen mangelnder Englischkenntnisse für den Kreis Eisenach nur als Zweitbesetzung ausgewählt. Nach meinem Berufsabschluss arbeitete ich dann bei Bekannten in einem Pensionsstall wo ich ausreichend Geld verdiente, und mir jeden Monat etwa 1000 DM auf meinem Sparkonto beiseite legen konnte. Nach einem Jahr hatte ich genug Geld zusammen. Also ging ich für etwa 3 Monate nach Israel als Volunteer in einen Kibbuz, um meine Englischkenntnisse aufzubessern und um schon einige Auslandserfahrungen zu sammeln. Ich war überzeugt davon das dies meine Chancen an einem Auslandsprogramm in den USA teilzunehmen erheblich erhöhen würde.

Mitten in der Negevwüste zwischen 25 Volunteers aus etwa 12 Nationen verbesserte sich mein zu anfangs klägliches Englisch enorm. Zurück in Deutschland bewarb ich mich erneut für das PPP bei der Carl Düsberg Gesellschaft und eher zufällig landete meine Bewerbung auf dem „falschen“ Tisch. Als die zuständige Sachverständige sah das ich von Beruf Landwirtin war rief sie mich sofort an. Sie Hatte ein passendes Programm für einen Aufenthalt in „the Horsecapital of the World“ in Lexington - Kentucky gefunden. Sie fragte mich ob ich gerne teilnehmen möchte und lieber in 4 oder erst in 8 Wochen beginnen möchte. Meine Antwort war eindeutig und ich war überglücklich. Eine Woche später wurde ich morgens um halb acht aus dem Bett geklingelt. Zum telefonischen Englischtest, der ca. 15 Minuten dauerte und den ich problemlos bestand. Wiederum eine Woche später rief mich abends gegen 22 Uhr der Farmbesitzer an und erzählte mir von der Farm. Vierzehn Tage später war es dann soweit.

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Autorin: Constanze Mittelbach

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