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Pferdegeschichten

Rhiann - Nebel über den Highlands

Seite 1/8

Buchauszug:

Der Sommer in den Highlands ging langsam zu Ende, der Morgennebel lichtete sich nur zögernd als Rhiann von der hügeligen Koppel geführt wurde, die etwas über zwei Jahre lang ihr Zuhause gewesen war. Leichter Nieselregen hatte eingesetzt. Vertrauensvoll folgte die kleine Stute dem alten Mann mit den grauen Haaren, der sie aufgezogen hatte, in die Dunkelheit des großen Transporters, in dem schon andere Jährlinge und Zweijährige angebunden standen.

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Rhiann wurde nervös, irgendetwas stimmte nicht. Die sonst so ruhigen vertrauten Hände des alten Mannes zitterten heute ebenso wie seine Stimme, als er Rhiann ein letztes mal am Kopf streichelte und über den kleinen weißen Blitz, der unter ihrem Schopf versteckt war strich. »Soraidh, Rhiann«, flüsterte er ihr zu. Dann schloss sich die Klappe. Rhiann wieherte erstaunt, musste dann jedoch aufpassen, dass sie nicht hinfiel, denn der Transporter rumpelte über die schmale mit Schlaglöchern durchsetzte Strasse, die in Rhianns Zukunft führen sollte. Draußen stand der alte Mann mit fünfhundert englischen Pfund in der Hand und Tränen in den Augen. Er blickte dem Transporter nach, der schon fast hinter den Hügeln verschwunden war. Plötzlich riss die Wolkendecke auf und die ersten Sonnenstrahlen setzten die nebel-verhangenen Hügel in ein unwirkliches, mystisches Licht.

»Ich hoffe nur, ihr ergeht es gut«, sagte er leise zu sich selbst. Er hatte seinen alten Freund den Schäfer nicht kommen hören. Dieser stand plötzlich hinter ihm und murmelte durch die, zwischen seinen Zähnen steckende Pfeife hindurch: »Du hast das Richtige getan, so kannst du deine Schulden bezahlen. Ein Lichtstrahl, der durch den Morgennebel bricht ist ein gutes Vorzeichen. Alles wird seinen Weg finden.« Die Stimme des Schäfers klang geheimnisvoll. Der grauhaarige Mann zuckte mit den Achseln. Er hatte dem Freund gar nicht richtig zugehört. »Komm, lass uns einen Glenmorangie auf den Schreck trinken«, meinte der Schäfer und lief langsam in Richtung des kleinen Farmhauses, aus dessen Kamin Rauch aufstieg. Mit gesenkten Schultern folgte der alte Mann seinem Freund. »Rhiann war etwas Besonderes«, murmelte er, doch der kalte Wind aus den Bergen trug seine Worte nur hinaus aufs Meer.

Rhiann verstand die Welt nicht mehr. Eben hatte sie noch die frische Meeresluft geatmet und war mit den anderen Pferden über die Weiden getrabt und jetzt steckte sie in diesem dunklen, engen und rumpelnden Kasten. Alle paar Stunden kam ein fremder Mensch und gab den Pferden Wasser und Heu. Die Tiere dösten erschöpft vor sich hin, so ging es zwei Tage lang. Pferde wurden aus- oder zugeladen. Rhiann blieb im Transporter. Dann wurde alles noch schlimmer, es wackelte und schaukelte, das Pony war der Panik nahe. Was sie nicht wissen konnte, war, dass sie auf einer Fähre in die Niederlande war. Pfleger gaben den aufgeregten Pferden Beruhigungsmittel und so verdösten sie die sechzehn Stunden Überfahrt.

Weiter ging es auf der Autobahn, alle Pferde wurden ausgeladen und einige in einen ähnlichen Transporter gebracht. Rhiann war auch dabei. Die meisten Pferde hatten sich ihrem Schicksal ergeben. Es folgten weitere Stunden monotones Fahren auf der Autobahn. Dann plötzlich - quietschende Bremsen, ein scharfer Ruck. Rhiann wieherte erschrocken, ihr Strick riss. Sie fiel hin und wurde gegen die Wand geschleudert. Ein stechender Schmerz fuhr durch ihre linke Fessel. Rhiann versuchte verzweifelt aufzustehen, doch sie hatte sich in ein anderes Pferd verkeilt. Aufgeregtes Getrampel und hysterisches Wiehern und das Geschrei von Menschen. Dann öffnete sich die Ladeklappe. »So eine Scheiße! Was muss der Idiot vor mir so knapp überholen?« Der Fahrer, Holger Petersen, bemühte sich, die Pferde zu beruhigen. Max, sein Beifahrer schimpfte und versuchte, Rhiann hoch zu helfen.

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Autorin:
Aileen P. Roberts

Dieses Buch ist auch online bestellbar.


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