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Pferdegeschichten

Trabergeschichten: Wie bekomme ich Pülverchen ins Pferd?

Es war Sommer und es war heiß. Mein damaliges Rennpferd wurde gerade vom Tierarzt durchgecheckt – halbjährlicher TÜV. Er diagnostizierte eine geringe Dehydrierung. Er übergab uns ein Elektrolytpräparat, welches teuer, aber angeblich das Beste auf dem Markt sein sollte. Es war in netten Portionsbeutelchen abgepackt. Man sollte es ihm über das Wasser verabreichen. Meiner RB und mir schwante schon Übles. Dieser Trabernase war es fast unmöglich irgendwelche Zusatzpülverchen zu verabreichen. Aber über das Wasser ... vielleicht.

Der kleine Doofmann
Traber sind so clever!
Wir ritten aus, füllten wie immer einen 10-Liter Kübel mit Wasser, gaben das Pülverchen hinein (geruchlos und geschmacksneutral) und stellten wie immer, nach der Arbeit den Kübel vor die Nase des Dunkelbraunen. Dieser senkte den Kopf, schnüffelte und hob den Kopf und bedachte uns mit einem Blick voller Verachtung. Das wäre fast der Zeitpunkt gewesen, wo ich ihn verladen hätte, zum Schwechater Flughafen gekarrt hätte und ihn dort als Drogenschnüffler gelassen hätte. Er hätte wahrscheinlich die Hunde dort in den Selbstmord getrieben. Aber statt dessen verfrachteten wir ihn die Box, stellten den Selbsttränke aus, fixierten den Kübel in einer Ecke und gingen. Am Abend war das Wasser unberührt – es wurde gefüttert und wir überließen ihn seinem Schicksal.

Bei der Morgenfütterung bot sich folgendes Bild. Meine RB fand ein super saures Trabertier vor. Er zupfte am leeren Kübel herum („Siehst du – leer“) – drückte am Selbsttränker herum („Siehst du – geht nicht“). Grinsend drehte sich meine Verbündete um und verschwand im Reiterstüberl. Wir hatten uns nämlich in diesem Fall was ausgedacht. Sie kam mit einem Säckchen des Superpulvers zurück, betrat seine Box – riss vor dem erstaunt dreinblickenden Traber das Säckchen auf und schüttete das Pulver in das Becken der Selbsttränke, verließ die Box des nun empört dreinblickenden Dunkelbraunen und schaltete die Tränke wieder ein.

Dann fütterte sie wie gewohnt. Missmutig mampfte der Traber sein Futter, um immer wieder irritiert zur Tränke zu starren. Er hatte Durst, großen Durst. Irgendwann gegen Mittag überwand er sich und positionierte sich vor der Tränke. Begann zu trinken, hörte angewidert wieder auf, trank dann aber doch weiter. Wir hatte endlich gewonnen – wobei – die nächsten 14 Tage hatten wir einen total unkooperativen Traber. Seine kleine Rache für das tägliche verabreichen des Pulvers in sein Wasser.

Alldings - auch ich rächte mich nachher immer wieder bei ihm. Wenn er zur Fütterungszeit extrem lästig zum Nachbarn war (sich an die Boxwand werfen, dagegen schlagen, usw.) schüttete ich das Futter hinein (er hob den Haxen für eine finalen Schlag) nahm einen leeren Suppenlöffel, bugsierte ihn vorsichtig über den Futterbarren (die Haxe senkte sich langsam – der Blick wurde nervös) drehte den Löffel um und rührte noch eifrig im Futter um (empörter Blick) und ging.

Genussvoll beobachtete ich den Traber, wenn er quasi mit hängenden Schultern vor seinem Futter stand, schnüffelte, mit der Nase herumrüselte und sonst auf einmal sehr friedlich dastand. Meist begann er nach 1 Stunde zu fressen – langsam, weil ratlos – er konnte einfach nichts Fremdes feststellen. Diese Genugtuung leistete ich mir maximal 3 mal – denn öfters wagte ich es nicht – er war einfach zu clever dafür.

(c) Autorin: Gunnel Veigl-Schatz.

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