Ponys auf den Cannstatter Wasen gequält
Untertitel: PETA fordert für 2011 Verbot von Ponykarussells Quelle: PETA Deutschland e.V. 12.10.10
Stuttgart / Gerlingen, 13. Oktober 2010 – Auf dem Cannstatter Wasen wurde dieses Jahr erneut ein Ponykarussell zugelassen. Tierquälerei, findet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. mit Sitz in Gerlingen. Verdeckte Ermittler von PETA besuchten das Karussell am Montag. Die dabei gemachten Aufnehmen belegen, dass die Ponys unter enormem Stress stehen. Jetzt fordert PETA Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und den Veranstalter „in.Stuttgart“ dazu auf, Ponykarussells 2011 auf dem Wasen zu verbieten. Einen entsprechenden Aktions-Aufruf hat PETA auf www.peta.de/ponywasen veröffentlicht.
„Das Leiden der Ponys auf dem Wasen ist offensichtlich“, sagt Tierärztin Christine Esch von PETA. „Eltern und Kinder stürzen sich geradezu auf die Ponys, was die Tiere verständlicherweise sehr nervös macht – denn Ponys sind Fluchttiere.“ Besucherlärm und Radau der umliegenden Fahrattraktionen stressen die Ponys zusätzlich. „Ein Pony war so nervös, dass es von einem der Mitarbeiter geführt werden musste. Damit soll verhindert werden, dass es durchgeht und zu einer Gefahr für die Kinder wird“, so Esch. PETA kritisiert, dass bei dem Kontrollbesuch am Montag alle Kehlriemen der Ponys zu eng geschnallt waren. Die Lederriemen, mit denen die Kinder am Sattel festgebunden werden, seien zudem lebensgefährlich: „Geht eines der Ponys durch oder das Tier bockt, hängt das Kind bei einem Sturz seitlich am Bauch des Tieres. Darauf kann das Pony mit Panik reagieren – die Katastrophe ist vorprogrammiert.“
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