Christoph Koschel und Dancing Dynamite
systaic event - Fest der Dressur Quelle: Gestüt Kampmann GmbH 23.08.10
 » (c) Foto: Karl-Heinz Frieler | (Cappeln/Lingen) – Nach dem Ticket zur WM gab es jetzt auch die Fahrkarte zum Nürnberger Burg Pokal-Finale. Christoph Koschel konnte beim Cappelner Fest der Pferde die Qualifikation zum Finale in der Frankfurter Festhalle im Dezember dominieren.
Auf Dancing Dynamite, dem erfolgreichen Beschäler des renommierten Gestüts Kampmann (Lingen), erhielt Koschel 71,85 Prozent für seine dynamische Darbietung, in der der westfälische Siegerhengst seinem Namen alle Ehren machte. Dahinter rangierten der schwedische Championatsreiter Patrick Kittel mit Debonnet sowie die Olympiateilnehmerin Victoria Max-Theurer in der am stärksten besetzten Qualifikation des Jahres.
Während der neunjährige Don Bedo-Nachkomme zum ersten Mal nach Frankfurt reist und mit dem Finale eine überaus erfolgreiche Saison mit mehreren Siegen der schweren Klasse abrundet, ist Koschel in der Festhalle so etwas wie ein alter Hase. Der Hagener Dressurausbilder war 15-Jährig 1991 als jüngster Teilnehmer aller Zeiten erstmals am Start; 2010 wird seine fünfte Burg Pokal-Endrunde. „Es ist jedoch immer wieder etwas Besonderes und eine einmalige Auszeichnung für jedes Dressurpferd, den Sprung ins Finale geschafft zu haben“, so Koschel „Cappelmann, Werth, Theodorescu, Wittig, Rehbein, Kemmer – allein dieser kleine Auszug der Namen der siegreichen Reiter liest sich wie das Who is Who des Dressursports und die Namen der Siegerpferde ebenfalls.“
Mit Dancing Dynamite hat der 34-Jährige allerdings auch keinen Unbekannten am Start: Siegerhengst der NRW Körung 2003, Bundeschampionats-Teilnehmer und mehrfacher S-Sieger. Und auch in der Zucht ist der über Fidermark–Worldchamp gezogene Hengst ein Qualitätsgarant. In der bundesweiten Zuchtwertschätzung des Jahres 2009 (berücksichtigt sind darin 3870 Deckhengste) nimmt Dancing Dynamite mit dem sechsten Platz einen herausragenden Zuchtwert von 168 mit 86 Prozent Sicherheit ein. Für Westfalen liegt Dancing Dynamite damit nach 2008 auch 2009 erneut an zweiter Stelle.
Für Gestütsinhaber Heinrich Kampmann ist die Final-Qualifikation die Bestätigung seiner sorgfältigen Zuchtselektion und des konsequenten Managements. „Wir haben Dancing Dynamite in diesem Jahr aus dem aktiven Deckeinsatz herausgenommen um ihm die voller Konzentration auf den Sport zu ermöglichen. Umso mehr freut es mich, dass er 2010 nicht nur seine hervorragende Eignung als Deckhengst, sondern auch als Sportpferd beweisen konnte.“
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