Johannes Orgeldinger wird Präsident der AQHA
Deutscher an der Spitze des weltweiten Quarter-Zuchtverbands Quelle: DQHA e.V. 09.03.10
Der weltgrößte Pferdezuchtverband hat ab sofort einen deutschen Präsidenten. Am gestrigen Montag wurde Johannes Orgeldinger in Kissimmee, Florida, zum Präsidenten der American Quarter Horse Association (AQHA) gewählt. Der 62-jährige Unterfranke züchtet seit mehr als 25 Jahren American Quarter Horses und war viele Jahre Präsident des ältesten deutschen Westernverbandes DQHA (Deutsche Quarter Horse Association). Seine Wahl zum AQHA-Präsidenten ist eine kleine Sensation, denn bislang blieb das höchste Amt des Verbandes mit Sitz in Amarillo Texas stets US-Amerikanern vorbehalten.
Der Unternehmer, der neben seinem Sand- und Kieswerk die JOMM Ranches im fränkischen Großwallstadt sowie die Main River Quarter Horses in Gainesville, Texas betreibt, wurde 2006 ins höchste AQHA-Gremium (Executive Committee) gewählt und steht ab sofort für ein Jahr an dessen Spitze.
Derzeit existieren weltweit 3.135.036 registrierte American Quarter Horses. 32.693 von ihnen leben in Deutschland. Damit ist die Bundesrepublik die viertgrößte Quarter-Nation überhaupt (nach den USA, Kanada und ganz knapp hinter Mexico). Mit ihrer Ausgeglichenheit und Vielseitigkeit begeistern die American Quarter Horses mehr und mehr Pferdeliebhaber. Die hiesige Quarter-Population hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt. Damit behauptet sich der Quarter-Verband gegen den Abwärtstrend im deutschen Pferdesport insgesamt. 1667 der sympathischen Westernpferde wurden 2009 in Deutschland geboren, dem stehen 189 Importe von American Quarter Horses gegenüber.
Übrigens: Jeder, der sich bis 31. März 2010 entscheidet, der DQHA beizutreten, darf sich über 35 Prozent Geburtstags-Rabatt freuen.
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