Marbacher Hengstparaden am 27. September, 3. und 4. Oktober 2009
Warmes Herbstwetter vorausgesagt / Am Wahltag kommt Ministerpräsident Günther Oettinger zur Hengstparade Quelle: Hengstparaden Marbach 23.09.09
Marbach, 21. September 2009 (HuL Marbach). „Ruhiges, warmes
Herbstwochenende mit Temperaturen um die 20 Grad“, so lautet der
Wetterbericht bei wetter.info für die erste Hengstparade am Sonntag, 27.
September 2009. Und auch die weitere Prognose klingt positiv: Für die zweite
und dritte Hengstparade am 3. und 4. Oktober ist ebenfalls mit strahlendem
Sonnenschein zu rechnen. Die Besucher der Hengstparaden erwartet neben
dem einmaligen Farbschauspiel der herbstlichen Schwäbischen Alb ein deutsch-
ungarisches Feuerwerk der Pferdeschaubilder in der Hengstparade-Arena.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger lässt es sich am Tag
der Bundestagswahl nicht nehmen, vor den ersten Hochrechnungen die große
Gestütsschau gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk,
Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Ministerialdirektor Dr. Albrecht
Rittmann sowie zahlreichen geladenen Ehrengästen die Paraden anzusehen.
„Es ist bereits der zweite Besuch des Ministerpräsidenten in diesem Jahr in
Marbach“, sagt Gestütsleiterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, „wir freuen uns
sehr über die große Unterstützung, die wir von Seiten der Landesregierung
erfahren“.
Aus Schloss Friedrichshafen reisen Seine Königliche Hoheit Friedrich Herzog
von Württemberg und seine Gemahlin Marie Herzogin von Württemberg mit
Gästen aus Großbritannien an und werden im historischen Landauer in den
Hengstparadeplatz eingefahren. Die Vorfahren Friedrich Herzogs von
Württemberg gründeten vor über 500 Jahren das Gestüt Marbach, und König
Wilhelm I. war es, der im Jahr 1817 mit großer Weitsicht das Hofgestüt nach Weil
verlegte und das Haupt- und Landgestüt Marbach mit den drei Gestütshöfen
Marbach, Offenhausen und St. Johann so zusammenfügte, wie es bis heute
besteht.
Ein besonders herzliches Willkommen im Haupt- und Landgestüt Marbach gilt in
diesem Jahr den Vertretern des Gastlandes Ungarn, allen voran der Generalkonsul der Republik Ungarn, Herr József Kóvacs (München) und der
Honorarkonsul Rolf Kurz (Fellbach) sowie den Repräsentanten der ungarischen
Pferdezuchtverbände, Dr. Walter Hecker, Herrn Tamás Rombauer und Professor
Imre Bodó. Aus Österreich erwartet Minister Peter Hauk seinen Kollegen in der
Vorarlberger Landesregierung, den Landesrat Ing. Erich Schwärzler. Am Wahltag
werden keine Bundestagsabgeordneten nach Marbach kommen, dafür haben
sich gleich drei Mitglieder des Europäischen Parlaments angesagt: Daniel
Caspary, Rainer Wieland und Peter Simon nutzen die Gelegenheit, die gerade
mit dem Titel „UNESCO-Biosphärengebiet“ ausgezeichnete Region Schwäbische
Alb zu besuchen. Zahlreiche Mitglieder des Landtags haben ihr Kommen avisiert,
an ihrer Spitze Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte.
Die Liste der Ehrengäste aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Gesellschaft ist
lang. Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landrat Thomas Reumann,
Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Gomadingens
Bürgermeister Klemens Betz geben sich ebenso die Ehre wie zehn
Verbandspräsidenten, darunter Gerhard Ziegler vom Pferdesportverband Baden-
Württemberg, Klaus Kellhammer und Monika Gstach für den Pferdezuchtverband
Baden-Württemberg, Präsident Joachim Rukwied vom Landesbauernverband
Baden-Württemberg, Dr. Karlheinz Becker vom Förderverein Marbach und Dr.
Heinz Eisenmann von der Landestierärztekammer Baden-Württemberg sowie
eine Reihe von Vorsitzenden der Pferdezuchtvereine von Hohenlohe bis zum
Bodensee.
Zwei große Künstler, die eng mit den Marbacher Pferden verbunden sind, reisen
zur ersten Hengstparade an: der berühmte Pferdemaler Klaus Philipp, der die
beiden Marbacher Hauptvererber STAN THE MAN xx und Elitehengst GARDEZ
in Öl verewigte, und der Künstler Ingo Koblischek, der die fast lebensgroße
Bronze des weltbekannten Wüstenarabers HADBAN ENZAHI ox für den
Gestütshof Marbach schuf. Christian Grzimek, der Enkel des legendären
Tierfilmers Professor Dr. Bernhard Grzimek („Ein Platz für Tiere“, „Serengeti darf
nicht sterben“), freut sich bereits auf seinen Besuch im Haupt- und Landgestüt
Marbach, von dem er eine Reihe von Fotografien in dem von seinem Großvater
und Vater gegründeten wissenschaftlichen Bildarchiv „Okapia“ archiviert hat.
Die Protagonisten der Hengstparaden sind aber die Vierbeiner: In schneller
Folge reihen sich faszinierende Schaunummern an informative Beiträge aus
Zucht und Sport: Neben den klassischen Schaunummern, die bei keiner
Marbacher Hengstparade fehlen dürfen, wie die Pferderassenschau – dieses Mal
mit Ponyrassen –, die Hengstquadrille oder die beeindruckenden freilaufenden
Vollblutaraberstuten stehen in diesem Jahr die Gäste aus Ungarn im Mittelpunkt:
25 Pferde und 50 zweibeinige Akteure aus Ungarn bereichern das vielfältige Marbacher Programm mit rasanten und stimmungsvollen Schaubildern. Mit dabei
ist das traditionsreiche Staatsgestüt Bábolna, das Ursprungsgestüt der Shagya-
Araber. Die edlen Pferde werden in einer Springquadrille und im berittenen
Fanfarenzug zu sehen sein, der zu den Hauptattraktionen Bábolnas gehört.
Artistisch sind die Darbietungen der Steppenreiter Gábor Bíro und Péter Kürti.
Begleitet von einem Trommelorchester demonstrieren sie die ungarische
Tradition der berittenen Bogenschützen. Familie Mészáros gibt einen Einblick in
die Reitkünste der Puszta, zu denen auch die ungarische Post gehört. Hier
stehen die Marbacher Reiter den Gästen nicht nach. Sie zeigen die „Fünfer-Post“
mit Schwarzwälder Kaltblütern.
Vollendete Fahrkunst mit verschiedenen Anspannungen, vom Einspänner über
das Tandem bis zum Zehnspänner zeigen die Marbacher „Gestüter“. Und dass
Römische Reiter vom Jahr 70 n.Chr. bis ins 4. Jahrhundert n.Chr. in
Gomadingen-Marbach stationiert waren, wie kürzlich durch geomagnetische
Untersuchungen belegt werden konnte, wussten die Marbacher
Kampfwagenfahrer mit ihren Quadrigen schon immer. Sie bringen im wahrsten
Sinne des Wortes „schlagkräftige“ Beweise mit. Lassen Sie sich überraschen!
Die Marbacher Hengstparaden finden am 27. September, 3. Oktober und 4.
Oktober jeweils von 12 bis ca. 16 Uhr statt. Eintrittskarten zum Preis von 20 Euro
für Erwachsene und 14 Euro für Kinder können beim Haupt- und Landgestüt
Marbach, Telefon (0 73 85) 96 95-45, oder im Internet, www.hengstparade-
marbach.de, bestellt werden. Die Tageskassen öffnen jeweils um 9 Uhr, ab 10
Uhr gibt es jeweils ein Rahmenprogramm mit Musik aus Ungarn und von der
Musikkapelle Upfingen, Köstlichkeiten aus der „Schmeck-den-Süden“-Küche und
einer Ausstellung mit rund 30 Informations- und Verkaufsständen.
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