CHIO Aachen 2009 mit Voltigierwettbewerben eröffnet
Nur Platz 3 für Europameister Vorberg nach erstem Tag Quelle: CHIO Aachen 2009 26.06.09
Neuss-Grimlinghausen führt im Preis der Sparkasse
Der CHIO Aachen 2009 (26. Juni bis 5. Juli) ist am Freitag mit den Voltigierwettbewerben gestartet. Dabei gab es die erste kleinere Überraschung. Der zweimalige Weltmeister und amtierende Europameister Kai Vorberg auf Sir Bernhard liegt bei den Herren nach dem ersten Tag nur auf Platz 3 (Wertnote 8,084). Es führt Gero Meyer-Nutteln (GER / 8,155) auf Grand Gaudino vor Nicolas Andreani (ITA / 8,122) auf Idefix de Braize.
Nach der Pflicht hatte der Kölner Vorberg noch deutlich geführt, doch ein Missgeschick in der Vorbereitung auf die Kür behinderte den 27-Jährigen anschließend. Ich bin nach dem Absprung beim Landen auf dem Boden mit dem Fuß umgeknickt, sagt Vorberg leicht zerknirscht. Deshalb konnte ich in der Kür nicht alles zeigen und musste etwas umstellen, weil ich mir nicht sicher war, was geht. Das war sehr ärgerlich, weil mein Pferd eine geniale Leistung gezeigt hat. Der stark geschwollene Knöchel wurde anschließend mit einem Druckverband versorgt. Wir müssen mal abwarten, wie es morgen aussieht, gab sich Vorberg trotzdem für die kommenden Tage zuversichtlich.
Bei den Damen baute Joanne Eccles auf W H Bentley ihren knappen Vorsprung nach der Pflicht in der Kür erheblich aus. Nach beiden Teilprüfungen führt die Britin mit der Wertnote 8,225 vor der Deutschen Anja Barwig auf Magic Dream mit 7,924. Auf Rang 3 liegt derzeit Simone Wiegele auf Arkansas (GER / 7,880). Entschieden ist damit aber noch lange nichts: Denn die Gesamtwertung im Einzel ergibt sich beim CHIO Aachen aus zwei Runden, zum einen aus der heutigen Pflicht und Kür bei den Herren sowie den Damen. Am Samstag ab 10 Uhr geht es mit der Kür und am Sonntag mit der Technik weiter (ab 8.15 Uhr)
Beim Preis der Sparkasse, der Teamprüfung, setzten sich in der Pflicht die deutschen Meister vom RSV i. Neuss-Grimlinghausen I auf Cepin mit Longenführerin Jessica Schmitz (GER, 7.096) vor der Konkurrenz vom Team Bleyer der JRG Köln (GER / 7.002) und Mt. Eden Sun (USA / 6.899) an die Spitze. Die Entscheidung wird hier am Samstag in der Kür fallen (14.30 Uhr). Trotz der Führung war Jessica Schmitz nur bedingt zufrieden. Die Pflicht ist unsere große Stärke, in vielen Wettbewerben liegen wir danach mit einer halben Wertnote in Führung, erklärte die Longenführerin, die sich über die Richterleistung beschwerte. Die riesigen Unterschiede in der Bewertung der Richter waren ein Witz. Da wurde gerade von einer Seite wohl mehr nach dem Bekanntheitsgrad der Voltigierer als nach der Leistung gerichtet. Dennoch zeigte sich Schmitz vom CHIO Aachen begeistert. Ich liebe Aachen. Die Stimmung ist immer wieder toll, außerdem haben wir hier ideale Bedingungen für unseren Sport.
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