Klimke, Kerner und Weishaupt siegen zum Auftakt
4500 Zuschauer jubeln Quelle: HORSES and DREAMS 2008 24.04.08 | Seite 1 von 2
(Osnabrück) - Ingrid Klimke war die erste Dressur-Siegerin bei HORSES &
DREAMS meets America auf dem Kasselmann-Hof in Hagen am Teutoburger Wald
am Donnerstag. Die Vielseitigkeits-Spezialistin aus Münster siegte in
einer Intermediaire I, dem Preis der Firma August Gründker Bauunternehmen
GmbH, mit dem achtjährigen Westfalen-Hengst Damon Hill und der
hervorragenden Note von 70.600 Prozent. Damit verwies Klimke die Belgierin
Vicky Smits und Daianira vd Helle mit 69.750 Prozentpunkten auf den
zweiten Rang, dritte wurde Kirsten Sieber (Schwerte/67.300 Prozent). Die
Inter II, den Preis der Goldschmiede Feldsieper, gewann Theresa Wahler vom
Klosterhof Medingen mit Don`t forget , einem zehnjährigen Oldenburger
Wallach.
Äußerst erfolgreich endete der Grand Prix de Dressage als 1.
Qualifikation für das Championat der Berufsreiter für den gastgebenden Hof
Kasselmann. Stefanie Kerner, Pferdewirtschaftsmeisterin in Hagen, siegte
in der Prüfung überlegen mit 1672 Punkten mit dem 17jährigen
Westfalen-Wallach Rittersport Las Marismas, Hausherrin Bianca Kasselmann
kam mit Forum Zwei - einem 15jährigen Oldenburger Hengst - auf den dritten
Rang mit 1627 Punkten. Dazwischen konnte sich Julia-Katharina von Platen
mit 1630 Punkten auf dem zweiten Rang platzieren. "Das sind natürlich
Top-Platzierungen für unseren Hof, aber ich freue mich über jedes gute
Paar - und davon haben wir heute wirklich eine Menge gesehen", erklärte
Ullrich Kasselmann nach einem gelungenen Tag, der insgesamt 4500 Besucher
auf den Borgberg lockte. "Und morgen früh steht mit dem Grand Prix das
nächste Highlight auf dem Programm", verspricht Kasselmann.
Allerbestens passte das Motto "meets America" zum Auftakt bei den
Springreitern: dort siegte im internationalen Eröffnungsspringen der
US-Bürger Will Simpson mit Narina VI fehlerfrei in einer Zeit von 55,34
Sekunden vor dem Ex-Weltmeister Franke Sloothaak, der sich mit drei
Hunderstel Rückstand auf dem zehnjährigen Rheinländer-Hengst Al Faras
Riamo auf dem zweiten Rang platzierte. Dritter wurde der vor den Toren
Münsters beheimatete Ire Denis Lynch mit Upsilon d`Qcquier fehlerfrei in
56,20 Sekunden. Lynch hatte vor einigen Wochen weltweit für Aufmerksamkeit
gesorgt, als er in Doha ein mit 300 000 Euro dotiertes Springen gewann -
auch in Hagen gehört er mit zu den Top-Favoriten: "Hagen ist ein
hervorragendes Turnier und in Deutschland eine optimale Eröffnung der
grünen Saison", erklärte Lynch nach dem Springen.
Auch in zwei weiteren Prüfungen gingen die Siege ins Ausland: Ein
S-Springen in der Kleinen Tour gewann die Mexikanerin Ariana Azcarraga mit
Jumex Sport Qredo fehlerfrei in 49,89 Sekunden, die erste Qualifikation in
der Youngster-Tour - den Preis der Performance Sales International -
gewann der Ägypter Karim El Zoghby mit Unlimited fehlerfrei in 57,34
Sekunden.
In der Großen Tour sicherte sich Philipp Weishaupt, Bereiter im Stall von
Ludger Beerbaum, den Sieg mit dem 9jährigen Westfalen Cockney. Für die
schnellste Runde in dem Fehler/Zeit-Springen mit insgesamt 72 Startern
benötigte er 61,51 Sekunden.
Schon am Mittwoch war die Eröffnung auf dem Hof Kasselmann ein großer
Erfolg. Über 3.000 Gäste kamen pünktlich um 19.30 Uhr in das extra für
Horses & Dreams errichtete Zirkuszelt und wurden mit der jazzigen Musik
von Thomas Gerdiken begrüßt. Ullrich Kasselmann und Landrat Manfred Hugo
eröffneten mit 32 Kindern, die die Fahnen der am Turnier beteiligten
Nationen schwenkten, das diesjährige Horses & Dreams meets America.
Schon während des ökumenischen Gottesdienstes verbreitete die achtköpfige
Formation des Louisiana Gospel Choirs ihre ausgelassene Stimmung. Die
Gäste wurden von den Stühlen gerissen, sangen und klatschten im Rhythmus
des Gospelsounds. Eine absolut professionelle Vorstellung präsentierte
ebenfalls der Kinder- und Jugendchor des Doms zu Osnabrück und die Green
Beats, ein Ensemble der Jugendmusikschule Hagen a.T.W..
Ein Highlight für die Kinder ist das Western-Camp. Hier sind Fragen über
das Leben der Einwanderer und die Ureinwohner in Amerika in der Zeit von
1750 bis 1900 ausdrücklich erwünscht. Wie haben die Indianer wirklich
gelebt, wie wurde gejagt, wie war das Zusammenleben mit den neuen Bewohner
des amerikanischen Kontinents - die Authentiker haben die Geschichte
erforscht und erklären gerne die Hintergründe. In den rund 20 Zelten leben
sie Tag und Nacht während der gesamten Veranstaltungszeit von Horses &
Dreams.
Horses & Dreams meets America ist auch am Freitag schon im Fernsehen zu
erleben: das NDR Fernsehen berichtet in der Sendung "Mein Nachmittag" von
16.10 bis 17.10 Uhr aus Hagen am Teutoburger Wald.
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