Warendorfer Hengstparaden feiern Jubiläum
Ein Jubiläum feiern in diesem Jahr die Warendorfer Hengstparaden in Nordrhein-Westfälische Landgestüt. Quelle: Nordrhein-Westfälisches Landgestüt Warendorf 30.08.07
Ein Jubiläum feiern in diesem Jahr die Warendorfer Hengstparaden in Nordrhein-Westfälische Landgestüt. Zum 14. Oktober 1887 lud der damalige Gestütdirektor Eberhard von Bonin erstmals alle Pferdezüchter und Pferdefreunde zu einer Vorführung aller Beschäler auf dem Gestütshof in der Sassenberger Straße ein. Seither hat sich natürlich vieles verändert, doch Präzision und Professionalität aus der Zeit des "Königlich-Preußisch-Westfälischen Landgestüts", das 1826 gegründet wurde, blieben.
Alljährlich vier Mal finden die berühmten Warendorfer Hengstparaden, die auch immer mehr ausländische Besucher begeistern, im September und Oktober statt. In diesem Jahr öffnen sich die Tore des Gestüts an den Sonntagen, 23. und 30. September sowie 7. Oktober, und am Feiertag, dem Tag der Deutschen Einheit, am Mittwoch, 3. Oktober. Um 14 Uhr begrüßt Gestütleiterin Susanne Schmitt-Rimkus die rund 8.000 Gäste und übergibt dann den Ablauf der Parade in die Hände des Ersten Hauptberittmeisters Peter Borggreve.
Den traditionellen Auftakt des mehr als dreistündigen Programms macht die Springquadrille mit acht Hengsten. Schlag auf Schlag folgen weitere Schaubilder, wie etwa die "Fahrschule XXL", das "Dressur-Sextett", die Zweispänner-Galoppquadrille benannt nach ihrem Initiator, dem Hauptsattelmeister Friedrich Juppe, die Kaltblutsechserzüge, die Quadrigen, die "Ungarische Post" und die Tandem-Quadrille.
Die jungen Hengste, die gerade ihre Hengstleistungsprüfung, also ihr "Hengstabitur" ablegen, sind genauso zu sehen, wir die Hengste, die kurz vor den Paraden bei den Bundeschampionaten, den "Deutschen Meisterschaften der jungen Pferde", an den Start gehen werden. Ein eigenes Schaubild gestalten stets auch die Auszubildenden des Gestüts, das mit 21 Ausbildungsplätzen für Pferdewirte zu den größten Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen gehört. Auch die Freunde des selten gewordenen Rheinisch-Deutschen Kaltblutpferdes kommen bei den Paraden nicht zu kurz. Den Abschluss dieses hippologischen Events, der mit rund 80 Hengsten in 20 abwechslungsreichen Auftritten für jeden Pferdefreund Interessantes bietet, läutet die "Große Dressurquadrille" ein. Sie trägt nicht nur seit mehr als 80 Jahren den Namen ihres Erfinders, des Obersattelmeisters Leopold Jacobowski, sondern ist nach wie vor in ihrer Art der Linienführung und der komplizierten Figuren einmalig.
Alle Vorführungen werden ausführlich kommentiert, so dass auch die Besucher, die nicht mit Pferdezucht und Pferdesport vertraut sind, einen Eindruck von der guten Vererberleistung bekommen und sich ein Bild von den sportlichen Leistungen der Warendorfer Hengste machen können. Bei den vier Paraden des Jahres 2007 wechseln sich Pferdesport-TV-Kommentator Carsten Sostmeier und der bekannte Turniersprecher Stefan Krawczyk ab, für die musikalische Untermalung sorgt ebenfalls ein Profi-Team, die 30-minütige Pause gestaltet das Stadtfanfarencorps Münster. Vor und nach den Paraden sind die Stallanlagen geöffnet, zahlreiche Aussteller und gastronomische Betriebe laden zum Flanieren und Verweilen ein.
Die Eintrittspreise liegen zwischen fünf Euro für den Stehplatz und 25 Euro für die überdachte Sitztribüne. Karten gibt es nur am NRW-Landgestüt, Sassenberger Straße 11, 48231 Warendorf, Telefon 02581/6369-15 oder im Internet unter www.landgestuet.nrw.de.
Auch an ganz "normalen" Tagen ist das Landgestüt Warendorf stets einen Besuch wert. Das acht Hektar große Gelände ist jederzeit zu besichtigen, während der Dienstzeiten sind auch die Ställe geöffnet. Führungen durch das Gestüt können beim Warendorfer Verkehrsverein, Telefon 02581/787700 gebucht werden.
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