Jahreshauptversammlung des Verbandes
Klaus Buss erhaelt einstimmiges Votum - Romeike begeistert mit seiner WM-Bilanz Quelle: Pferdesportverband Schleswig-Holstein e.V. 12.03.07
(Kiel) Die Zahlen sprechen für sich: Zehn neue Mitgliedsvereine zählt
der Pferdesportverband Schleswig-Holstein und insgesamt 45.080
Pferdesportler. Deren Delegierte sprachen dem Verbandspräsidenten Klaus
Buß jetzt in Kiel einstimmig das volle Vertrauen aus. Der ehemalige
Landwirtschafts- und Innenminister Schleswig-Holsteins - vor einem Jahr
als Nachfolger für Christoph von Bethmann-Hollweg angetreten - geht mit
dem vollen Rückhalt seiner Verbandsmitglieder in die neue
"Legislaturperiode".
Zahlen, Daten, neue Entwicklungen und Projekte bestimmten die
Jahreshauptversammlung des Pferdesportverbandes im Haus des Sports in
Kiel. Zu den markanten Daten zählen die Entwicklung der Mitgliederzahlen
und der Turnierveranstaltungen, die Geschäftsführer Dieter Stut (Bad
Segeberg) in Kiel vorstellte. Einen leichten Rückgang bei den
Mitgliedern konstatierte Stut, gleichzeitig aber auch zehn neue
Reitvereine in Schleswig-Holstein. Zweierlei Gründe könnten dafür eine
Rolle spielen - sinkende durchschnittliche Mitgliederzahlen bei den
Vereinen insgesamt, möglicherweise aber auch Rückwirkungen der
allgemeinen Bevölkerungsentwicklung. Stut empfahl dringend, dies Thema
genau zu beobachten und zu analysieren.
Überwunden scheint der zwischenzeitliche Tiefpunkt in der Zahl der
Turnierveranstaltungen. Waren es 2005 267 Veranstaltungen in allen
Kategorien, verzeichnete die Verbandsgeschäftsstelle 2006 wieder 278
Turniere. Turniersport war ein Stichwort für den Verbandsvorsitzenden
Klaus Buß. Der Chef der schleswig-holsteinischen Reiter brachte nicht
nur das Thema Pferdesport in Schleswig-Holstein und die Medienresonanz
auf neue Wege sondern auch Botschaften zum Landesturnier in Bad Segeberg
mit nach Kiel. Der Abreiteplatz auf der Rennkoppel wird noch in diesem
Jahr saniert werden und bietet damit qualitativ bessere Bedingungen für
den Profi- und Amateursport. Auch der Richterturm am Springplatz steht
noch in diesem Jahr zur Sanierung an. Maßnahmen, die in enger Abstimmung
mit der Stadt Bad Segeberg erfolgen. Mit einem lachenden und einem
weinenden Auge dürften die Reitsportfans im Norden die Entfernung des
alten Wassergrabenkreuzes auf dem Landesturnierplatz durch den
städtischen Bauhof betrachten. Das altehrwürdige Kreuz - nicht unbedingt
beliebt bei den Pferden - bot stets eine perfekte Grundlage für das
obligatorische Wasserbad der neuen Landesmeister im Springen. Jetzt sind
die "Bademeister" gezwungen, neue Möglichkeiten einer feucht-fröhlichen
Meistertaufe zu entwickeln....
Veränderungen kommen aber nicht nur auf den wohl berühmtesten
Turnierplatz Norddeutschlands zu, sondern auch auf die Administrative
des schleswig-holsteinischen Pferdesportverbandes. Der Umzug der
Geschäftsstelle rückt in greifbare Nähe. Grundlage für den Wechsel aus
dem Eutiner Straße sind lange geführte Gespräche mit dem
Kreissportverband Segeberg, dem Fussballclub Eintracht Segeberg und der
Stadt Bad Segeberg. Das Fussballer-Domizil mit dem dazugehörigen Stadion
in der Marienstrasse am Landesturnierplatz soll künftig neuer Sitz der
Geschäftsstelle sein und bietet erheblich mehr Platz. Das Stadiongelände
könnte zudem die räumliche Situation beim Landesturnier etwas entspannen.
Der Sportler des Jahres in Schleswig-Holstein - der
Mannschafts-Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike -
zeichnete eine Stunde lang im Haus des Sports unterhaltsam und präzise
seinen Weg von den Olympischen Spielen in Athen 2004 bis zum WM-Gold in
Aachen 2006 mit Marius nach. Trainingsanalyse und -planung,
Turniereinsätze und Feinschliff - im Zeitraffer und begleitet von
Filmsequenzen ließ Romeike die Mitgliederversammlung teilhaben am Weg
zum Mannschaftsgold und gab dabei auch Einblick in die Psyche eines
Athleten kurz vor dem entscheidenden Endspurt. Das Mannschaftsgold vor
Augen, verließ sich ein sichtlich angespannter Romeike völlig auf die
Hilfe seines Springtrainers Jörg Naeve (Bovenau).
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