Headshaker: Kopfschüttelnde Pferde gesucht
Die Pferdeklinik Hannover will Ursache, Schweregrad und mögliche Therapieansätze untersuchen Quelle: aktion tier - menschen für tiere e.V. 25.01.07
 » (c) Foto: Elizabeth Underwood | Berlin/München, 25.01.2007. Bei den sogenannten "headshakern" unter
den Pferden ging man lange von einer Verhaltensstörung aus. Die
betroffenen Tiere bewegen den Kopf heftig schüttelnd auf und ab, ohne
dass der Reiter etwas dagegen unternehmen kann. Die Anfälle können
von kurzen Pausen unterbrochen sein oder gar Minuten andauern, so
dass ein Reiten des Tieres unmöglich wird.
In letzter Zeit mehren sich jedoch Stimmen renommierter
Pferdefachtierärzte, dass es sich um eine mit Schmerzen einhergehende
Erkrankung der Nerven handeln könnte. Um Klarheit zu schaffen, plant
die Tierärztliche Hochschule Hannover umfangreiche Studien zu diesem
Thema.
Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier e.V., begrüßt
dieses Forschungsvorhaben: "Es ist wichtig eine Verhaltensstörung von
einer physischen Erkrankung abzugrenzen. Sowohl hinsichtlich der
Therapie als auch im Bezug auf die Starterlaubnis bei Wettkämpfen.
Körperlich kranke Tiere dürfen auf Turnieren nicht eingesetzt werden.
Inwieweit headshaker tatsächlich leiden, ist bisher völlig unklar."
Die Pferdeklinik Hannover will nun Ursache, Schweregrad der
Erkrankung und mögliche Therapieansätze untersuchen. Betroffene
Pferdebesitzer können sich über ihren Haustierarzt an die
Tierärztliche Hochschule wenden und so an der Klärung der offenen
Fragen mitwirken.
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