Neues aus dem Landgestüt Warendorf
30-Tage-Veranlagungstest, Hengstparaden, Besamungslehrgänge Quelle: Landgestüt Warendorf 29.09.06
30-Tage-Veranlagungstest im Landgestüt beendet
Vom 15. August bis zum 15. September wurden neun Hengste in der Hengstleistungsprüfungsanstalt des NRW-Landgestüts auf ihre Reitveranlagung hin überprüft. Merkmale des Interieurs, die Grundgangarten unter dem Reiter, die Rittigkeit sowie die Springveranlagung im Freispringen wurden vom Trainingsleiter Dr. Antonius Bornemann, von den Testreiterinnen Helen Langehanenberg und Eva Möller sowie den Richtern Franz-Josef Ottmann und Jürgen Zur Nieden bewertet.
Der Landbeschäler FLEURY führt den Rittigkeitsindex an, für die Rittigkeit vergaben beide Testreiterinnen die Traumnote 10,0. Auch die Bewertungen im Trab, im Galopp und für das Interieur liegen bei FLEURY auf überdurchschnittlichem Niveau. Der Pachthengst FIRST FINAL, er steht auf der EU-Besamungsstation in Voerde, konnte mit der Bestnote im Galopp, der Bestnote in der Springanlage und einer hervorragenden Schrittnote überzeugen.
Die offiziellen Ergebnisse der Prüfung finden Sie auf unseren Internetseiten.
Abschlussprüfung für den 70-Tage-Test
21 Hengste, darunter die Landbeschäler COMPLETTO, CONDIRO, CORNADO, DON KENNEDY, FÜRSTENTUSCH, FUERTO, JAZZ RUBIN, QUINTA REAL und QUSANDER, befinden sich derzeit in der Hengstleistungsprüfungsanstalt des Landgestüts im 70-Tage-Test. Die Abschlussprüfung beginnt am 16. und 17. Oktober (jeweils ab 9.30 Uhr) mit dem Fremdreitertest Springen, wird am 23. und 24. Oktober (ab 14 Uhr bzw. ab 9.30 Uhr) mit dem Fremdreitertest Dressur und der Überprüfung der Grundgangarten fortgesetzt und am 25. Oktober (ab 9.30 Uhr) mit dem Freispringen und der Geländeprüfung beendet.
Minister Uhlenberg begeistert von der Hengstparade
Besondere Ehrengäste der ersten Warendorfer Hengstparade 2006 waren "Hausherr" Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sowie die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel aus Dänemark. Beide waren begeistert von den Vorführungen und lobten die Leistungsbereitschaft der zwei- und vierbeinigen Akteure. Besonders angetan war Minister Uhlenberg von den Quadrillenvorführungen und stellte in seiner Rede auch die große Bedeutung des Landgestüts für die Landespferdezucht heraus. Agrarkommissarin Fischer Boel zeigte sich zum Abschluss "überzeugt von der hiesigen Pferdezucht". Warendorfs Bürgermeister Jochen Walter hatte zudem das Goldene Buch der Stadt mit in den Stall 1 des Landgestüts gebracht - eine Premiere. "Wir nehmen erstmals eine Eintragung an diesem ungewöhnlichen Ort vor", sagte er, bevor Mariann Fischer-Boel und Eckhard Uhlenberg ihre Unterschriften in das Buch setzten.
Letzte Gelegenheit zum Besuch der Hengstparade
Tausende Besucher haben sich schon an den Vorführungen erfreut: Am kommenden Sonntag, 1. Oktober, steht nun im Landgestüt Warendorf die letzte Hengstparade des Jahres 2006 auf dem Programm. Ab 14 Uhr werden in einem rund dreistündigen Programm etwa 100 Hengste des Gestüts in abwechslungsreichen Schaubildern präsentiert. Für Kurzentschlossene gibt es an den Tageskassen sowohl für die nicht überdachten Sitzplätze als auch für Stehplätze noch Karten. Eintrittskarten können aber auch direkt am Landgestüt abgeholt oder bestellt werden: Telefon 02581/6369-15.
Kaltblutprüfung - für Hengste und Stuten
Am Donnerstag, 2. November, steht das Warendorfer Landgestüt wieder ganz im Zeichen des Kaltblutes. Um 10 Uhr beginnt die eintägige Feldprüfung für Kaltbluthengste, im Anschluss können sich erstmals auch Kaltblutstuten im Gestüt einer Zuchtprüfung stellen. Freunde dieser Rasse sollten sich diesen Termin schon jetzt im Kalender notieren.
Besamungslehrgänge am Landgestüt
Ab dem 7. November bietet das NRW-Landgestüt wieder einen Kursus mit Abschluss "Besamungswart für Pferde" an. Ausbildungsinhalte sind die Samengewinnung, die Samenbeurteilung und -aufbereitung sowie die Samenübertragung. Nach erfolgreicher Prüfung können Samenübertragungen an Stuten in eigenen wie auch in fremden Beständen erfolgen. Der Kursus dauert etwa vier Wochen und wird von Dr. Lutz Ahlswede, Tierärztliche Klinik Domäne Karthaus, Dülmen, geleitet. Zugelassen zu dem Lehrgang wird, wer die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder Studiengang, in dem Fragen der Tierhaltung Gegenstand der Prüfung sind, bestanden hat; wer eine vergleichbare Ausbildung und eine mindestens halbjährige landwirtschaftliche Betriebspraxis hat; wer ein mindestens sechsmonatiges Praktikum in einer Besamungsstation nachweisen kann oder wer eine mindestens vierjährige Tätigkeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Viehhaltung ausgeübt und ein mindestens dreimonatiges Praktikum in einer Besamungsstation abgelegt hat.
Im Januar kommenden Jahres ist außerdem ein Kursus für so genannte Eigen-bestandsbesamer geplant. Er beginnt am 8. Januar 2007, das Abschlussgespräch ist für den 12. Januar terminiert. Anmeldungen sind direkt an das Gestüt, Telefon 02581/6369-17 zu richten, dort können auch die Kosten für die Lehrgänge erfragt werden.
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