Reining: Der neue Weltmeister kommt aus Kanada
Duane Latimer gewinnt nach Stechen Einzel-Gold Quelle: WM Aachen 2006 03.09.06
Die Weltreiterspiele 2006 endeten für die Westernreiter in einem fantastischen "Duell" zwischen Tim Mc Quay (USA) und Duane Latimer (CAN). Die Beiden erreichten im Einzelfinale einen Score von 230. Im darauffolgenden Stechen unterlief dem gewinnreichsten Reiner aller Zeiten, Tim Mc Quay, mit Mister Nicadual ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit, worauf der Mister Dual Pep-Sohn im ersten großen Zirkel vorn kurz umsprang. Tim Mc Quay kam so mit einer 226 aus der Arena. Million Dollar Rider Duane Latimer (CAN) setzte mit Hang Ten Surprize nochmals alles auf eine Karte. Das Ergebnis: 228 und damit die Goldmedaille. Silber ging an Tim Mc Quay. Auch die Bronzemedaille blieb auf dem amerikanischen Kontinent: Sie gewann der junge Amerikaner Aaron Ralston auf Smart Paul Olena mit einer 227,5. Die zwölf Jahre alte Stute von Smart Chic Olena bezeichnet Aaron als 'just a good old mare, a real family horse'.
Beste Deutsche und zweitbeste Europäerin war Sylvia Rzepka auf Platz acht. Ihr Hengst Golden Mc Jac stolperte kurz vor dem ersten Stop beim Run In und war dann auch beim ersten Spin kurz aus dem Konzept gebracht. Wäre dies nicht gewesen, wäre der Score von 219,5 noch um einiges höher ausgefallen. Nico Hörmann erreichte mit Lil Ruf Cody eine 219 und damit Platz 9 in der Einzelwertung.
Deutschland war nur mit zwei Reitern in der Einzelwertung vertreten, obwohl sich Grischa Ludwig mit BV Smart Innuendo ebenfalls qualifiziert hatte. Die Entscheidung, die Stute nicht noch mal antreten zu lassen, fiel am Tag vor dem Finale. BV Smart Innuendo war das Pferd von Ersatzreiter Maik Bartmann und kam nach dem Ausfall zweier Pferde unter Grischa Ludwig zum Einsatz, der eine 218,5 in der Mannschaft erreichte.
Da die erst sechsjährige Stute unter Maik Bartmann an der Deutschen Meisterschaft im November teilnehmen soll und ein Platz unter den Top Ten bei der WM eher unrealistisch gewesen wären, entschied man sich zur Schonung des Pferdes gegen einen Start. Grischa Ludwig war sichtlich enttäuscht, äußerte sich dann aber sehr sportlich: "Wir sind ein Team, und die Besitzerin hatte Maik die Entscheidung überlassen. Als Teil des Teams akzeptiere ich diese Entscheidung."
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