Aus für Rodeos in Deutschland?
PETA stellt Antrag zum dauerhaften Entzug der Genehmigung Quelle: PETA-Deutschland e.V. 17.08.06
Gerlingen/Meißen - Die internationale Tierrechtsorganisation PETA (People for
the Ethical Treatment of Animals) will erreichen, dass Rodeos in Deutschland
grundsätzlich verboten werden. PETA stellte einen Antrag beim Landratsamt
Meißen und forderte, dass bestehende tierschutzrechtliche Genehmigungen
widerrufen und keine neuen ausgestellt werden. Meißen deshalb, weil durch die
von hier ausgestellten Genehmigung in ganz Deutschland an mehreren
Standorten wechselnd Rodeo-Veranstaltungen stattfinden.
„Rodeo hat in Deutschland keinerlei Tradition und wird in den ethisch-ideellen
Wertevorstellungen auch abgelehnt. Insbesondere seit Aufnahme des
Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz hat es für solche per se
tierquälerischen und völlig überflüssigen Veranstaltungen keinerlei
Genehmigungen mehr zu geben“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher
Berater von PETA.
PETA stärkt ihren Antrag durch ein Fachgutachten der Tierärztlichen
Vereinigung Tierschutz (TVT), ein Schreiben des Bayerischen
Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, einen
Erlass des NRW-Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz sowie durch zwei Entscheidungen des
Verwaltungsgerichts Regensburg. Auch hat das Verwaltungsgericht Dresden für
die Disziplinen Bare Back Riding, Saddle Bronc Riding und Wild Horse Race
den Einsatz von Sporen untersagt.
Im TVT-Gutachten haben ausgewiesene Experten anschaulich die erheblichen
tierquälerischen Vorgehensweisen beschrieben. Es geht daraus eindeutig
hervor, dass es nicht nur in den konkreten Einzelfällen des Sporen- oder
Flankengurt-Einsatzes zu tierschutzwidrigen Vorfällen kommt, sondern dass
der Einsatz der Tiere insgesamt nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei.
„Rodeo-Veranstaltungen sind tierschutzwidrig und verstoßen gegen §3 Nr.6
Tierschutzgesetz, wonach einem Tier, welches zu Filmaufnahmen,
Schaustellungen, Werbung oder ähnlichen Veranstaltungen herangezogen wird,
keine Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden dürfen. Die
tierärztliche Inaugenscheinnahme z.B. der Beine nach Abnahme der Bandagen
sowie des Maul- und Nasenbereiches zeigt, dass den eingesetzten Tieren
Schmerzen oder Schäden zugefügt wurden, z.B. durch scharfe oder spitze
Gegenstände unter der Bandagierung oder durch den Einsatz von Sporen“, so
PETA.
Weitere Infos finden Sie auf PETA’s Website Kick-das-Rodeo.de
PETA ist mit über 1 Million Unterstützern die weltweit größte
Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von
Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise
jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
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