Pferde in der Türkei zu Tode geblutet
PETA fordert Labor der türkischen Regierung auf dies einzustellen. Quelle: PETA-Deutschland e.V. 07.04.06
PETA fordert Labor der türkischen Regierung auf, gewaltsames zu Tode bluten von Pferden einzustellen
Tierrechtsorganisation warnt, dass die barbarische Blutentnahmemethode die Aufnahme des Landes in die Europäische Union gefährden könnte.
Ankara, Turkei - People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) entsandte ein Schreiben an Dr. Turan Aslan, den Präsidenten des Refik Saydam Hygiene Centre (RSHC) in Ankara, und appellierte mit Nachdruck an ihn, die Praktiken des RSHC einzustellen, bei der Pferde gewaltsam zu Boden gezerrt werden, man ihnen die Kehle aufschlitzt und sie langsam zu Tode bluten lässt, um Blut zu gewinnen für die Serumproduktion. PETA gingen schockierende Videoaufnahmen zu, die vor Angst zitternde und Schmerzlaute von sich gebende Pferde zeigen, die von Arbeitern fest am Boden gehalten werden. PETA weist darauf hin, dass die am RSHC angewendeten Methoden völlig veraltet, unnötig grausam und gefährlich für die Gesundheit der türkischen Bevölkerung sind; außerdem widersprechen sie den Regelungen, die von der Europäischen Union, deren Mitgliedschaft die Türkei anstrebt, festgelegt wurden.
PETA weist Aslan darauf hin, dass die USA und andere Länder den Einsatz von Pferdeserum für medizinische Zwecke vor langer Zeit einstellten, da darin die Gefahr einer sogenannten "Serumkrankheit" steckt, die zu Negativreaktionen auf Pferdeblut-Antikörper bei einem großen Prozentsatz an Patienten führte. PETA appelliert dringend an Aslan, nur noch menschliches Serum für menschliche Patienten zu verwenden.
Das Video zeigt, wie RSHC-Arbeiter Pferde gewaltsam mit Seilen zu Boden zerren und ihnen dann die Jugularvene aufschlitzen - ohne jedes Schmerzmittel. Den zu Tode verängstigten Pferden spritzt das Blut heraus, während Arbeiter auf ihnen sitzen und so verhindern, dass sie sich bewegen können; es kann Stunden dauern, bis der Tod schließlich eintritt. PETA legte die Bilder einem britischen Tierarzt vor, der absolut entsetzt war und bestätigte, dass dieses Verfahren einen Verstoß gegen die Regelungen der Europäische Konvention zum Schutze von Wirbeltieren, die für Experimente oder andere wissenschaftliche Zwecke benutzt werden, darstellt. Diese Konvention sieht vor, dass bei schmerzhaften Prozeduren eine Anästhesie oder Analgesie eingesetzt werden muss und dass keine schädigende Prozedur an einem Tier angewendet werden darf, wenn alternative Methoden existieren.
"Das Refik Saydam Hygiene Centre ähnelt eher einem Schlachthof als einem Gesundheitszentrum ", meint PETAs wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Edmund Haferbeck. "Die Türkei verabschiedete kürzlich ein Tierschutzgesetz, weil sie in die EU wollen, aber das, was da mit den Pferden am RSHC geschieht, schmälert die Chancen des Landes auf eine EU Mitgliedschaft."
Weitere Informationen finden Sie hier. Dort ist auch das Video zu sehen.
|

Verwandte News:




Verwandte Websuche:


|


| IHRE NEWS |
| Sie möchten
eine Pressemitteilung aus den Bereichen Pferde und Reitsport veröffentlichen?
Schicken Sie uns eine Mail mit Informationen an <redaktion@tovero.de>. |
|