Hugo gibt es nur einmal - E.T. bald zweimal?
Gene machen nur 30 Prozent der Leistung aus. Quelle: pressetext.at 28.10.05
Wien/Paris (pte/25.10.2005/06:39) - Das Erfolgspferd des österreichischen Reiters Hugo Simon soll geklont werden. Dies hat Hugo Simon im Vorfeld des Festes der Pferde www.festderpferde-wien.at bestätigt. E.T, so der Name des Pferds, hat in seiner Karriere 3,2 Mio. Euro "ersprungen" und soll nun mittels Klonversuch für die Nachwelt erhalten bleiben. Die Firma Cryozootech aus Paris hat bereits vor einem halben Jahr dem Pferd einen Hautfetzen aus dem Brustbereich entnommen, um an die Gene zu kommen.
"Ich halte eine derartige Aktion für äußerst fragwürdig", so Christine Aurich von der EU-Besamungs- und Embryotransferstation www.vu-wien.ac.at in Wien, gegenüber pressetext. "Lediglich 30 Prozent des Erfolgs machen die Gene aus. Der Rest ist die so genannte Umwelt, wie Bereitung, Umfeld, etc.", so Aurich weiter. Der Klon soll Ende 2006 auf die Welt kommen und nicht als Rennpferd, sondern als Zuchthengst eingesetzt werden.
"Es stellt sich außerdem die Frage, ob sich ein Pferd wie E.T. als Zuchthengst überhaupt eignet. Außerdem wurde dieses Pferd vor drei bis vier Pferdegenerationen geboren - wer weiß, ob er mit der heutigen Generation überhaupt mithalten kann?" , so Aurich.
Doch zumindest der kurzfristige, wirtschaftliche Erfolg ist gegeben. Bereits mehr als 15 Personen und Unternehmen haben sich Rechte an dem Klon gesichert, um in Zukunft das wertvolle Ejakulat zu erhalten, welches am Markt bis zu 150.000 Euro Wert sein kann. Bis es zu der Geburt kommt, ist es jedoch ein mühsamer Weg. Laut Aurich gibt es bis zu 500 Versuche, ehe es gelingt, aus der Eizelle und der Spenderzelle ein Embryo zu erzeugen. "Dies alleine ist schon ein extrem zeitaufwändiger und kostenintensiver Prozess", so Aurich abschließend.
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