Da ist der Wurm drin!
Magen-Darm-Parasiten beim Pferd. Quelle: Intervet Deutschland GmbH 11.08.05
Informationen für Züchter, Pferdehalter und Reiter
Heutzutage tummeln sich viele Pferde auf einer begrenzten Weidefläche. Dies bedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko mit Parasiten, die sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln. Jeder Befall beeinträchtigt nicht nur die Leistungsfähigkeit des Pferdes, sondern kann auch eine ernste, sogar lebensbedrohliche Gefahr darstellen. Schädigungen werden durch Entzug von Nährstoffen, hauptsächlich aber von Wurmlarven verursacht, die durch den Pferdekörper wandern.
Treten solche Parasiten in großer Zahl auf, besteht sogar die Gefahr eines Darmverschlusses. Für den Besitzer sind erkennbare Symptome Durchfall oder auch Kolik. Ein Befall bleibt oft aber auch unerkannt und das Pferd wirkt lediglich müde, zeigt Leistungsschwäche und hat ein stumpfes Fell. Fohlen bleiben in ihrer Entwicklung zurück.
Prinzipiell gibt es beim Pferd drei wichtige Parasitengruppen:
1) Rundwürmer (Nematoden): lang gestreckte fadenförmige Würmer mit kreisrundem Querschnitt. Hierzu gehören z.B. die Strongyliden, Zwergfadenwürmer, Spulwürmer und die Pfriemenschwänze
2) Bandwürmer (Cestoden): abgeflachter platter Körper, werden auch als Plattwürmer bezeichnet
3) Magendasseln: dies sind keine Würmer, sondern Fliegenlarven
Sowohl wenige Tage alte Saugfohlen als auch Pferde in hohem Alter können mit Würmern befallen sein. Die Art der auftretenden Parasiten ist häufig altersabhängig. So sind Zwergfadenwürmer bei Saugfohlen und Pfriemenschwänze eher bei älteren Pferden nachweisbar. Ebenso spielt die Haltungsform eine Rolle. Auf der Weide besteht stets die Gefahr einer Infektion mit Strongyliden, Bandwürmern und Magendasseln, im Stall hingegen eher der Befall mit Pfriemenschwänzen.
Ziel der Entwurmung
Häufig finden sich inder Umwelt verschiedene infektiöse Parasitenstadien (Eier und Larven). Ziel der Bekämpfung von Magen-Darm-Parasiten ist deshalb, das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu beschränken, Schädigungen oder Erkrankungen vorzubeugen oder letztendlich parasitenbedingte Erkrankungen zu behandeln. Dies gelingt nur, wenn nicht nur die Pferde kontrolliert entwurmt werden, sondern auch die Umgebung des Pferdes in die Bekämpfungsmaßnahmen mit einbezogen wird.
Eine Entwurmungsempfehlung sowie aktuelle ausführliche Informationen zum Thema "Pferdeentwurmung" finden Sie auf der Website von Intervet. Dort können Sie auch den Stallplaner zur optimalen Koordination von Impfungen und Entwurmungen in Pferdebeständen bestellen. Für Vereine und Stallgemeinschaften ist dieser Service kostenlos.
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