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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2012-02 AUSGABE
2012-02


INHALT

Seite 1 von 6
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Lesergeschichte: Wintermärchen im Sattel
// Anke Werner


Ein Wintermärchen
Ich mag Pferde nicht besonders. Sie sind nicht übermäßig hübsch, rollen sich nicht wie eine Katze auf dem Sofa zusammen und lassen sich dort streicheln, erfordern viel Arbeit und Aufmerksamkeit und sie sind mir zu groß. Ich messe nur 1,54 Meter.

Meine Freundin Ella ist die größte Pferdenärrin unter der Sonne. Wir wohnen beide mitten in der Großstadt, zwischen Plattenbaus und Autobahnen, doch im Gegensatz zu mir gibt sie sich mit diesem Mangel an Natur nicht zufrieden. An jedem Wochenende nutzen wir die Gelegenheit für ein bisschen Fitness im Park. Wir rollen unsere Matten aus und dehnen und stretchen uns, bis der Schweiß aus jeder

Pore strömt.

Ella schlägt nach unserer sportlichen Aktivität immer vor, den Umweg durch den nördlichen Teil des Parks zu gehen, weil dort die Wege besser ausgebaut seien, um vielleicht noch ein bisschen zu joggen. Doch dazu habe ich mich erst einmal überreden lassen, denn ich weiß genau, warum Ella diesen Weg gehen will. Am Nordtor stehen die Pferdekutschen.

Es handelt sich dabei um jene für mich bedauernswerte Geschöpfe, die Touristen tagein, tagaus klappernd über die harten Straßen der Stadt ziehen müssen. Sie haben stumpfes, vor Dreck verklebtes rostbraunes Fell und schlagen unentwegt mit den Schweifen, um die Fliegen fernzuhalten.

Doch für echte Stadtbewohner, wie Ella eine ist, sind sie die schönsten Geschöpfe der Erde.

Ich traue mich nicht näher an die Tiere als zehn Meter. Das ist mein Sicherheitsabstand. Die Pferde spüren meine Angst und beäugen mich misstrauisch, aber lassen sich dann von der fröhlich umherspringenden Ella besänftigen, die sie mit Brot und Möhren beglückt.

Im Herbst werden unsere Parkbesuche seltener, bis wir sie im November ganz aufgeben, der Kälte wegen. Ich sitze täglich in meinem modern eingerichteten Büro im zwanzigsten Stock über der Straße und denke an Bilanzen und Buchungsaufträge. Die Pferde habe ich völlig vergessen. In meinem Beruf haben sie nichts zu suchen.

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