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Ein alter Brauch, der ins 17. Jahrhundert zurückreicht, lenkt unseren Blick auf den Heiligen Leonhard. Ursprünglich war Leonhard von Limoges der Schutzpatron der Gefangenen und wurde auch als „Kettenheiliger“ bezeichnet. Besondere Verehrung wurde ihm ab dem 11. Jahrhundert in Altbayern zugedacht.
Dort wurde er als Nothelfer angesehen und als Patron und Fürsprecher für das liebe Vieh und hier speziell für die Pferde. Im Volksmund wurde ihm der Name „Pferdepatron“ und den Beinamen „bayerischer Herrgott“ oder
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„Bauernherrgott“. Er wird von Bauern, Stallknechten, Fuhrmannsleuten, Schmieden und auch Schlossern sowie Obsthändlern und Bergleuten um Hilfe angerufen.
Der Ursprung Leonhardifahrten oder Leonhardiritte sind eine Prozession zu Pferde, die zum Brauchtum in Altbayern und auch in Österreich zählen. Sankt Leonhard kann auf den Zeitraum des 6. Jahrhunderts datiert werden – in der Nähe seines Gedenktages, dem 6. November oder einem benachbarten Wochenende, finden diese kleinen Wallfahrten auf überschaubaren Strecken statt und bieten Zuschauern eine reichhaltige Augenweide unterschiedlicher Pferde. Vor allem Kaltblüter finden den Weg rund um Leonhardi zur Kirche, wenn schneidige Burschen in Lederhosen und mit
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Gamsbart am Hut sich in den Sattel schwingen.
Besonderes Brauchtum Im Oktober und November finden in Bayern über 50 Leonhardi-Wallfahrten statt. Pferde werden hier geritten und gefahren, die Tiere sind herrlich herausgeputzt, die Reiter, Fahrer und Fahrgäste festlich geschmückt in traditioneller Tracht. Oftmals sind auch Jahrmärkte oder Dulten angeschlossen wie etwa Aigen am Inn oder Siegertsbrunn.
Bad Tölz macht daraus eine Art Feiertag, wenn während des Rittes die Geschäfte öffnen und ein Gottesdienst stattfindet.
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