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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2011-04 AUSGABE
2011-04


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Machen synthetische Zusatzstoffe unsere Pferde krank?
// Claudia Nehls

Frische Kräuter findet ein Pferd auf der Weide heutzutage leider zu wenig.
Eine in einer renommierten Fachzeitschrift (Molecular and Cellular Biology, Bd.23, S.5293) veröffentlichte Untersuchung hat das erste Mal bewiesen, dass einige Nahrungszusätze sogar die Erbsubstanz verändern und diese Veränderungen vererbbar sind. Bekannt ist auch, dass verschiedene Allergien durch synthetische Zusatzstoffe bei Mensch und Tier gefördert werden.

Viele Erfahrungen weisen zudem daraufhin, dass eine Pferdefütterung mit synthetischen Zusatzstoffen für Pferde gesundheitsschädlich sein kann. So beschreibt Dr. Stefan Brosig bereits vor einigen Jahren seine Erfahrungen folgendermaßen: „Wir haben durch eine Untersuchung bei

uns im Stall feststellen müssen, dass die Zusätze an Spurenelementen bei Fütterung über mehrere Jahre langfristig gesundheitsschädlich sind.

Dies ist dabei keine neue Entdeckung, sondern wenigstens teilweise schon bekannt. Deutschlands erfolgreichster Rennpferdetrainer Heinz Jentzsch, bei dem ich einmal einen Besitzertrainerlehrgang absolviert habe, hat das schon seit langem festgestellt: Alle Rennpferdetrainer, die von konventioneller Fütterung auf Fertigfutter umgestiegen sind, waren nach einiger Zeit in der Gewinnstatistik nur noch unter "ferner liefen" oder mussten ihren Job ganz aufgeben.

Dies war auch bei seinen Kollegen im Ausland

so. Die Untersuchungen in unserem Stall habe ich in mehreren Leserbriefen veröffentlicht und auch die Tierärztliche Hochschule Hannover (Prof. Coenen) informiert. Im neuen Buch "Pferdefütterung" Meyer/Coenen (seit Juli 2002) sind die Bedarfswerte für einige Spurenelemente nun herabgesetzt worden (Zink z.B. von 50 Milligramm pro Kilo Trockensubstanz auf 35 Milligramm pro Kilo Trockensubstanz, Kupfer auf 8 Milligramm pro Kilo Trockensubstanz).

Die Futtermittelindustrie hat darauf noch nicht mit einer Anpassung reagiert. Daher werden die Firmen in nächster Zeit von mir mit dem Hinweis auf die bestehende Produkthaftung eine Empfehlung zur Senkung Ihrer Zusätze erhalten.“ Nachlesbar ist der komplette Erfahrungsbericht von Dr. Stefan Brosig unter

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