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Shadow hatte einige Zeit gebraucht sich einzuleben und die ersten Wochen waren nicht einfach mit ihm, da die Pferde in den benachbarten Paddocks ihn nicht gerade mochten. Ich hatte ihm einige Tage Zeit gegeben sich in Ruhe einzugewöhnen und war einfach nur bei ihm im Paddock gesessen und habe ihn beobachtet.
Als er dann nach einigen Tagen etwas ruhiger geworden war, nahm ich den Kappzaum, befestigte einen Strick daran und machte mich auf mit Shadow den ersten Spaziergang in seiner neuen Heimat zu unternehmen. Shadow war sichtlich aufgeregt und erschrak oft vor Kleinigkeiten, aber er wurde dann schon bald ruhiger. Doch als wir auf dem
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Rückweg waren wurde das Seil plötzlich schlaff und ich hörte hinter mir ein leises KLACK.
Langsam drehte ich mich um und sah dass der Haken am Kappzaum, an dem der Strick befestigt gewesen war, gebrochen ist – und Shadow stand völlig frei da und sah mich mit großen Augen an! Doch als ich die Hand ausstreckte kam er brav zu mir her, ich band den Strick fest und wir kamen wirklich nur mit dem Schrecken davon.
Ganz anders verhielt sich mein kleiner Rabauke dann aber, wenn es darum ging ERNSTHAFT was zu arbeiten. Er wehrte sich mit Händen und Füßen gegen das Longieren und riss sich immer noch in schönster Regelmäßigkeit einfach los und stolzierte mit hoch erhobenem Kopf und Schweif
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über den Platz als wolle er mir die Zunge herausstrecken.
Aber ansonsten hatten wir alle am Stall in diesem Frühling und dem darauf folgenden Sommer viel an Shadow zu lachen, da er ständig irgendwelchen Schabernack trieb. So weigerte er sich aus seiner eigenen Tränke zu saufen und ging zum Trinken immer in Joes Box hinüber. Oder wenn der Bauer mistete und nicht aufpasste huschte Shadow an ihm vorbei auf die Stallgasse und brillierte an den anderen Boxen entlang.
Nachdem wir dann am Boden nach einigen Wochen doch halbwegs geklärt hatten dass ich nun mal das sagen habe begann ich Shadow ohne Sattel auf dem Platz zu reiten. Er war anfangs sehr unsicher, da ich wohl doch andere
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