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In der Humanmedizin wird seit Jahren mit Sorge eine zunehmende Impfmüdigkeit beobachtet. Nun scheint diese bedenkliche Entwicklung auch in der Tiermedizin angekommen zu sein. Dabei stellt die Entwicklung von Vakzinen eine der größten Errungenschaften der modernen Medizin dar. Mit keiner anderen Möglichkeit lassen sich Infektionskrankheiten so sicher, einfach und kostengünstig vermeiden wie durch eine Schutzimpfung.
Krankheiten wie Pocken, Tetanus oder Kinderlähmung, die früher ganze Bevölkerungsgruppen dahingerafft oder für das Leben gezeichnet haben, gehören zumindest in unseren medizinisch gut versorgten Ländern der Vergangenheit an.
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Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass immer mehr Tierbesitzer auf Schutzimpfungen für ihre Tiere verzichten oder zumindest die Impfintervalle sehr locker sehen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. An vorderster Stelle aufzuführen sind sicherlich die Kosten. Impfungen kosten Geld – und das sitzt leider auch bei den Tierbesitzern schon lange nicht mehr so locker. Umso schwerer fällt es, dieses scheinbar sinnlos auszugeben. Wenn das geliebte Tier krank ist, wird die Notwendigkeit eines Tierarztbesuches von den meisten Tierbesitzern keineswegs angezweifelt.
 Anders ist dies in Zeiten, in denen das geliebte Tier gesund ist. Dank eines großen
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Impfteppichs sind Erkrankungen wie Tetanus, Tollwut oder Influenza weitgehend unbekannt geworden. Somit ist die Bedrohung in unserem Bewusstsein nicht mehr so präsent. Dies verführt zur Sorglosigkeit. Impfungen werden vergessen, heraus gezögert oder bewusst eingespart.
Manch einer sieht in den regelmäßigen Schutzimpfungen längst nur noch Geldmacherei von Industrie und Tiermedizinern. Dabei würden beide Berufsgruppen an der Therapierung erkrankter Tiere ein Vielfaches der Impfkosten verdienen. Als sehr bedenklich zu betrachten ist außerdem die zunehmende Panikmache vor den Impf-Nebenwirkungen, die in
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