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Winnetou lehrte mich in kürzester Zeit, dass ihr Vertrauen nicht mit Streicheleinheiten und Zuckerstücken zu gewinnen war. Lange Zeit weigerte sie sich überhaupt, mir einen Leckerbissen aus der Hand zu nehmen. Und angefasst werden wollte sie schon gar nicht. Ihr Fell zuckte unruhig unter meinen streichelnden Händen. Jede unerwartete Bewegung ließ sie erstarren oder zur Seite springen. Es war mein Glück, dass sie niemals auf mich zu-, sondern immer von mir wegsprang. Notfalls ging sie die Wände hoch.
Die meiste Zeit stand sie mit dem Kopf in einer Ecke und versuchte, sich unsichtbar zu machen. Weder von mir noch von einem anderen
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Zweibeiner wollte sie etwas wissen. Selbst an ihre Krippe ging sie nur, wenn weit und breit niemand zu sehen war.
Wenn ich ihre Box betrat, kehrte sie mir augenblicklich den Schweif zu. Meinen Händen wich sie aus, wann immer es möglich war. Aber niemals versuchte sie, nach mir zu schnappen oder zu schlagen. Noch in Momenten größter Panik - und davon gab es wahrlich genug! - trachtete sie lediglich danach, sich in Sicherheit zu bringen. Dass diese Bemühungen für mich nicht immer ganz ungefährlich waren, war nicht ihre Schuld sondern meine.
 Schon nach wenigen
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Wochen ging mir auf, dass ich mein Können und mein Wissen total überschätzt hatte. Klar, ich hatte reiten gelernt, konnte mich auch in schwierigen Situationen im Sattel halten und wusste einiges über den Umgang mit Pferden. Normalen Pferden!
Nichts, aber auch gar nichts wusste ich dagegen über das komplizierte Innenleben dieses verängstigten, menschenscheuen Tieres, das eigentlich ständig auf der Flucht vor mir war. Weder mit guten Worten noch mit Leckerbissen war Winnetou zu erobern. Sie ließ sich nicht bestechen. Und einfach glauben wollte sie mir meine guten Absichten erst recht nicht.
Die schlechten Erfahrungen, die sie offenbar gemacht hatte, saßen zu tief. Und die
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