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Zuversicht auf ein gutes Gelingen des Rittes wuchs. Der Startaufruf kam. Ich lenkte Arnika zur Schranke, die den Abreiteplatz vom Parcours trennte - und kam keinen Schritt weiter! Die eben noch so springfreudige Stute weigerte sich, den Platz mit den Hindernissen zu betreten.
 Meine Versuche, sie mit Stimme und Gerte wieder in Bewegung zu setzen, ignorierte sie mit angelegten Ohren, die deutlich ihre Abneigung gegen meine Wünsche wiederspiegelten. Natürlich gab ich nicht nach und fand mich urplötzlich auf einem steil steigenden Pferd wieder, das mich bei dieser Protestaktion fast aus dem Sattel katapultierte. Erst als hilfreiche Hände vom Boden aus zupackten, ließ Arnika sich
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widerstrebend auf den Platz schieben.
Aber das war auch schon alles, was meine Helfer und ich erreichten. Noch vor dem ersten Hindernis wiederholte Arnika ihre erfolgreiche Vorstellung zur Belustigung der Zuschauer. Ehe ich mich versah, hatte ich den Ritt beendet, ohne ihn überhaupt begonnen zu haben. Damit auch ja alle meine Blamage mitkriegten, verkündete der Lautsprechen unüberhörbar: "Die Reiterin muss leider wegen dreimaligem Ungehorsam ihres Pferdes ausscheiden..."
Ich war so frustriert, dass ich auf dem Abreiteplatz den erstbesten Sprung anritt um Arnika davor zu verdreschen. Aber daraus wurde nichts. Mein Pferd sprang gehorsam und leichtfüßig wie immer.
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Ich wusste nicht mehr, ob ich heulen oder lachen sollte. Schließlich entschied ich mich dafür, ihre Widerborstigkeit als Charakterstärke zu interpretieren. Immerhin war ich nicht die Einzige, die so vorgeführt worden war. Was ich gerade erlebt hatte, war in ähnlicher Form ja auch schon anderen passiert. Und oben geblieben war ich auch, trotz der nicht ganz ungefährlichen Steigerei. Es schien doch eine gewisse Hoffnung zu geben für den 'hoffnungslosen Fall'. Dennoch dauerte es eine Weile, bis ich Arnika ihren Dickkopf verziehen hatte. Doch bald waren wir wieder gute Freunde und blieben es, bis ich es eines Tages zu meinem eigenen 'Glück auf vier Beinen' brachte.
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