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Man sagt, die kleinen Pannen sind die Würze des Lebens. Das mag ja stimmen, aber ich für meinen Teil hätte meine Suppe mitunter ganz gern weniger salzhaltig gehabt. Wir waren wieder einmal mit Askus und Lindy auf Wanderritt. Vor uns lag eine lange Etappe, so um die fünfzig Kilometer. Deshalb hatten wir Timo, der langsam in die Jahre gekommen war, für diesen einen Tag mit dem Auto von Freunden zur nächsten Station vorausgefahren. Dort kannte er sich aus, und dort war er bei weitem besser aufgehoben als bei den Pferden.
Es war ein heißer Tag, das Wetter meinte es fast zu gut mit uns. Gegen Mittag machten sich bei Ute die ersten Anzeichen von
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Erschöpfung bemerkbar. Das war sehr ungewöhnlich, denn normalerweise bin ich es, die unter der Sonne leidet. Nun war es zur Abwechslung einmal umgekehrt, ein schlechtes Zeichen Am Nachmittag verschlechterte sich ihr Zustand rapide. Ich überschlug die Kilometer, die wir noch vor uns hatten, und mir wurde mulmig. Ute sah nicht so aus, als könnte sie noch fünfzehn Kilometer reiten.
Sie konnte es auch nicht. Aber laufen konnte sie erst recht nicht. Halb im Tran schlich sie neben Askus her, der in Lindys Kielwasser dahintrottete. Zu allem Überfluss stand uns auf der direkte Strecke auch noch ein Hindernis im Weg, mit dem wir nicht gerechnet hatten: der Zaun vom Heidepark Soltau! Den hatten wir nun überhaupt nicht auf der Rechnung gehabt.
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 Es blieb uns nichts anderes übrig, als daran entlang zu marschieren. Es gab einfach keine Alternative, eine Abkürzung schon mal gar nicht. Im Gegenteil, unser Weg wurde noch einmal um fünf Kilometer verlängert. "Kommen wir heute noch mal an?" fragte Ute erschöpft. Sie war völlig fertig. Und zwar nicht nur von der Hitze. Ihre Stirn glühte, ganz eindeutig hatte sie Fieber.
"Zu Fuß schaffst du das nicht. Du musst wieder aufs Pferd", beschwor ich sie. "Geht nicht, Askus ist so hoch." Der Ungar hatte ein Stockmaß von einsdreiundsiebzig, unter normalen Umständen kein so
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