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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2010-04 AUSGABE
2010-04


INHALT

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Rasseportrait: Der Mecklenburger - Tradition in den fünf neuen Bundesländern
// Ramona Dünisch

Besatzungszone und war für das restliche Deutschland nicht mehr zugänglich.

Gegen Kriegsende wurden 172 Redefiner Hengste als Reparation in die Sowjetunion transportiert. Nur 13 Beschäler konnten als mickriger Restbestand für die Mecklenburger Zucht erhalten werden. Das Landgestüt Redefin wurde ab Herbst 1945 bis Mitte 1948 von der sowjetischen Militäradministration besetzt.

Auch der größte Teil der Zuchttiere aus Pommern war verloren gegangen. 50 Deckhengste aus dem Gestüt Georgenburg und 500 Zuchtstuten aus dem Gestüt Perlin, die aus Ostpreußen evakuiert worden waren, wurden kurzerhand in die Sowjetunion abtransportiert. Nur 6 Hengste

des Landgestütes Labes konnten für die Zucht erhalten werden.

Mecklenburger Wallach über dem Sprung
Eine nicht genau definierbare Anzahl von Pferden aus der ostpreußischen Zucht, die fast ausschließlich mit den Flüchtlingstrecks in das Gebiet der sowjetischen Besatzungszone gekommen waren, befand sich nach Kriegsende in Mecklenburg. Diese Pferde stammten zwar aus den unterschiedlichsten Zuchtebenen, waren aber dennoch eine große Bereicherung für dieses Zuchtgebiet.

Mecklenburg-Vorpommern wurde anschließend räumlich

der sowjetischen Besatzungszone zugeordnet. Im Westen kam der auf der rechten Seite der Elbe gelegene hannoversche Deckstellenbereich Neuhaus/Elbe hinzu. Hier befand sich noch ein wertvoller, auf rein hannoverscher Grundlage gezüchteter Pferdebestand.

Im Osten ergänzten die auf der linken Seite der Oder liegenden, bis dahin pommerschen Zuchtgebiete mit den Kreisen Stralsund, Grimmen, Demmin, Anklam und Greifswald. Das so entstandene geschlossene Zuchtgebiet Mecklenburg-Vorpommern wird im Westen durch die Elbe, im Norden durch die Ostsee, im Osten durch die Oder und im Süden durch eine Linie von Wittenberg über Templin nach Prenzlau eingegrenzt.

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