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Bis vor einem Jahr war mir diese Pferderasse noch völlig unbekannt – in meiner bayerischen Heimat sind diese sportlich sehr begabten Pferde leider immer noch Mangelware. Im Jahr 2004 traf ich dann bei einem Fototermin in Hamburg gleich zwei besonders schöne Exemplare in „Heiners Reiterhof“.
Nur ein Jahr später entdeckte ich endlich im Gut Piesing bei Freising ein südlich des „Weißwurstäquators“ lebendes Exemplar – bereits betagt, aber für sein Alter überaus fit und lebensfroh! „Burano“ erfreut täglich seine Reitbeteiligung und auch seine Eigentümerin, die aus dem übereifrigen, charakterstarken Wallach nicht nur reiterlich eine
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braune Perle formen konnten.
Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen Weltkriege fordern ihren Tribut und das überall auf dieser Erde – Pferde werden in unterschiedlichen Einsatzbereichen für kriegerische Zwecke missbraucht und dies seit Menschengedenken. Auch die Pferdezuchtgebiete Mecklenburg und Vorpommern wurden sehr in Mitleidenschaft gezogen. Was heute fast unvorstellbar ist: 70% des Zuchtpferdebestandes waren verloren gegangen! Wertvolle Zuchtunterlagen in den Archiven waren nicht mehr auffindbar und die Daten nicht mehr nachvollziehbar.
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Noch zu den Zeiten von Publius Cornelius Tacitus im Jahre 55 bis 115 nach Christus war Mecklenburg von Sachsen, Langobarden und anderen germanischen Stämmen bewohnt, die für ihre Pferdeverehrung bekannt waren. Die Geschichte bewies wieder einmal, wie schnell sich die Zeiten und die Einstellungen doch ändern können.
Die britischen Streitkräfte hatten den westlichen Teil Mecklenburgs bis zum 30.6.1945 besetzt gehalten und noch im Juni wurde der damalige Landstallmeister von Redefin namens Köhler durch die Briten interniert. Ab dem 1. Juli 1945 gehörte dieser Teil Mecklenburgs entsprechend dem Potsdamer Abkommen zur sowjetischen
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