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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2010-03 AUSGABE
2010-03


INHALT

Seite 7 von 7
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Kein Buch mit sieben Siegeln - die artgerechte Eingewöhnung in eine neue Pferdeherde
// Ramona Dünisch

Mitte Mai verbringen die Pferde den ganzen Tag auf ihrer Koppel mit den Kollegen, die sich gut miteinander vertragen.

Es ist geschafft - auch der Fuchs hinten rechts akzeptiert "Point".
Bewährt haben sich hier geschlechtsspezifisch getrennte Koppeln, die auch verhindern, dass noch hengstige Wallache auf den Stuten aufreiten. Wenn dazwischen eine Weide leer steht, entspannt sich die Lage auch bei rossigen Stuten sichtlich und der Tag verläuft anschließend für beide Seiten harmonischer. Ein alter Baumbestand oder locker versprengte Streuobstwiesen bieten den Pferden an heißen Tagen einen geschützten Platz gegen Sonnenstich und Überhitzung.

Auf allen Weiden stehen in Stallnähe Selbsttränken mit Frischwasser zur Verfügung, die täglich auf Funktion überprüft werden. Wenn möglich, kann auch ein Teil des Bewegungs- oder Offenstalls mit in den Koppelbereich einbezogen werden, wenn Regen tagelang die Pferde durchnässt und kühle Temperaturen Warmblüter auskühlen lassen.

Wenn auch noch Hügelchen und kleine Täler dem Bewegungsdrang der Pferde Abwechslung bieten, wird es niemals langweilig. Als Einzäunung haben sich Pfosten aus Eichenholz bewährt. Diese sind zwar teuer in der Anschaffung, halten aber im Abstand von drei Metern angebracht über viele Jahre Stand. Dazu werden zwei bis drei Elektrobänder oder -litzen benutzt, um dazwischen einzuzäunen.

Am Weideausgang ist ein Schleusenbereich angebracht, damit die Pferde im Herdenverband direkt zum Stall getrieben werden können. Im Oktober, wenn die Nächte kühl und feucht werden, ist der Bewegungs- oder Offenstall täglich erreichbar. Allmählich gewöhnen sich die Pferde wieder an getrocknetes Raufutter, um spätestens im November von der großen Weiden wieder auf die Winterweiden zu wechseln.

Fotos und Text: www.Ramona-Duenisch.de

Weitere Informationen zum Thema Pferdehaltung:

Pferde natürlich
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