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Wenn ich mir heute den Anfängerunterricht in einem Reitstall anschaue, fällt mir als Erstes auf, dass sämtliche Schüler - auch die jüngsten Reitkinder - komplett ausgerüstet sind. Reithose, Stiefel, Kappe - alles ist da.
Und dann fällt mir ein, wie es damals war, in den Sechzigerjahren, als mich der Wunsch nach Reitstunden mit aller Gewalt packte und zu Hause mühsam durchgesetzt wurde. Hätte man da schon das richtige Outfit gebraucht, wäre ich vermutlich nie aufs Pferd gekommen, und Tausende von Kindern und Jugendlichen hätten mein Schicksal geteilt.
Damals war
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eben vieles noch ganz anders, - wenn auch nicht unbedingt besser -, und so schwangen wir uns ziemlich unbekümmert um unser Aussehen auf die Pferde. Zu den ersten Reitstunden erschien man meistens in Trainingshosen (der Jogginganzug war noch nicht erfunden) oder Jeans.
 Letztere musste ich mir schwer erarbeiten, da unsere Mutter grundsätzlich gegen diese 'amerikanischen Hosen' bei ihren Töchtern war. Es bedurfte vieler Überredungskünste meinerseits, bis ich endlich auf Jeans umsteigen dufte. Ganz glücklich wurde ich dann allerdings nicht damit. Sie hatten nämlich an den Innenseiten doppelte Nähte.
Das machte sie zwar haltbar, aber für mich
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Anfängerin, der ständig die Beine ins Rutschen kamen, waren sie alles andere als angenehm. Die Innenseiten meiner Oberschenkel waren denn auch ständig rot. Dennoch zog ich die Jeans den schlabberigen Trainingshosen bei weitem vor, brachten sie mich doch wenigstens äußerlich in die Nähe der 'Cracks' in unserem Stall.
An den Füßen hatten wir alte Schuhe oder einfache Gummistiefel. Es gab zwar schon Reitstiefel aus Gummi, aber die wurden erst angeschafft, wenn die Eltern sicher waren, dass die Pferdebegeisterung keine Eintagsfliege war. Meine weigerten sich sogar ziemlich lange, Geld für eine solche Anschaffung auszugeben. Sie glaubten nicht so recht an mein Durchhaltevermögen. Schließlich konnten sie ja nicht wissen, dass ich bereits für immer infiziert
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