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Spätestens seit dem Film "Der Pferdeflüsterer" sieht manch Freizeitreiter im Round Pen die Lösung aller Probleme. Mehr oder minder seriöse Ausbilder und erfolgreich vermarktete Trainer fördern diese Denken noch:
In 30 Minuten ein Pferd einreiten. Im Round Pen. Ein bischen mit der Longe gewedelt, ein paar Wendungen, dann kommt der Sattel, die Trense .. und ganz ohne Probleme dann auch der Reiter.
Manch Freizeitreiter, der nicht viel Ahnung von Pferdeausbildung hat, denkt sich dann "Wow, das ist ja kinderleicht - da kann ich mein Jungpferd ja auch selber
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anreiten". Denn in der modernen "geiz ist geil" Gesellschaft sucht selbst derjenige, der das Geld hätte, sein Pferd über 4 oder 5 Monate schonend anreiten zu lassen, stets nach einem günstigen Schnäppchen.
Und wenn Trainer XY nach Methode Z den eigenen Jungspund dann binnen eines Wochenendes einreitet und dafür "nur" 500 Euro nimmt - da spart man ja gegenüber dem seriösen Trainer gut und gerne 1000 Euro!
 Wie ungemein schief dieses "Anreiten im Crashkurs" dann aber auf Dauer geht, ist bekannt. Leider bemerkt der Pferdebesitzer die Probleme oft erst nach einigen Monaten. Und findet dann heraus, dass
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sein toller "Schnellmachguru" ja nach dem Crashkurs nicht mehr ansprechbar ist. Oder ihm ein weiteres Wochenendseminar anbietet.
"Problempferdekorrektur" heißt dieses, kostet auch "nur" 500 Euro und wird eben auch genau die jetzt bestehenden Probleme lösen. Also meldet unser argloser Beispiel-Freizeitreiter sein Pferd wieder dort an.
Und tatsächlich - mit allerlei Hilfswerk in Form von höchstkreativen Ausbindern und anderem "Werkzeug" hört es dann tatsächlich nach 2 Tagen auf zu steigen und zu bocken. Zumindest solange es die Hilfsmittel an sich hat. Kaum daheim geht das Theater nach spätestens einer Woche wieder los!
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