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Als ich vor dreißig Jahren meine Pferde in eigene Regie übernehmen und in den neu gebauten Offenstall stellen konnte, war ich selig. Ein lang gehegter Traum war in Erfüllung gegangen.
Meine Pferde fühlten sich in dem neuen Zuhause, dass ihnen vierundzwanzig Stunden am Tag freie Bewegung bot, sichtlich wohl. Freier Blick nach allen Seiten - das war neu und spannend für sie. Kein Hund, kein Spaziergänger, kein Radfahrer, kein Traktor kam unbeobachtet an ihnen vorüber.
Ich selber fand diese freie Sicht schon bald nicht mehr so vorteilhaft. Um meine Weide herum gab
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es nur Äcker und in der Nähe eine kleine Straße. Jeder, der vorbei kam, konnte mich und meine Tätigkeiten bestaunen oder belächeln - je nachdem. Ich kam mir vor wie auf einem Präsentierteller.

Das war der eine Grund, dass ich mich auf die Suche nach Deckung machte. Der andere war, das mir mein schöner Auslauf mit der Zeit ziemlich öde vorkam. Natürlich war er gegenüber der alten Boxenhaltung eine klare Verbesserung - langweilig war er dennoch.
Die große Frage, die sich mir stellte, war: Wie kann ich den Auslauf attraktiver
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machen, damit die Pferde nicht nur Auslauf sondern obendrein auch Abwechslung haben? Was kann ich anpflanzen, das nicht umgehend von den Pferdezähnen niedergemacht wird? Ich landete beim Holunder.
Er wächst schnell, ist äußerst robust, gibt wunderbaren Schatten, liefert im Frühjahr prächtige Blüten und im Herbst die vielseitig verwendeten Beeren, die bei uns Fliederbeeren genannt werden und deren Saft mir schon über so manche Erkältung hinweg geholfen hat. Und das Beste - die Pferde mögen ihn nicht!
 Also pflanzte ich fünf kleine Büsche auf der Rückseite des Offenstalles. Drei wuchsen an - bei 30 Grad im Schatten gepflanzt! Sie vermehrten
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