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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2009-07 AUSGABE
2009-07


INHALT

Seite 2 von 2
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Christa Schütt - Ein ganz normaler Tag im Sommer
// Christa Schütt

ist. An anderen Tagen mit knapper Besetzung brauchen wir mindestens doppelt so lange.

Nach zwei Hängern ist Pause. Ich lasse mindestens einen Liter (sehr dünnen) Kaffee in mich hineinlaufen, schiebe drei Stück Kuchen hinterher. Bis zum Mittag haben wir vier Hänger leer, die anderen bleiben bis zum Nachmittag stehen. Hauptsache die Presse kann wieder arbeiten. Auf den Wiesen liegen liegt noch Heu für ein weiteres halbes Dutzend Hänger und muss unter Dach gebracht werden.

Wieder zu Hause, springe ich als erstes unter die Dusche, um Dreck und Schweiß loszuwerden. Das lauwarme Wasser ist eine Wohltat. Genaugenommen ist es sinnlos jetzt zu

duschen, in ein paar Stunden sehe ich wieder genauso aus, aber zumindest den Juckreiz bin ich für eine Weile los. Bis nach dem Mittagessen fühle ich mich wieder ganz wohl. Dann muss ich leider wieder in meine Heuklamotten steigen und zu einer neuen 'Runde' antreten. Die leeren Gitterwagen sind schon unterwegs. Es wird nicht lange dauern, bis sie mit neuer Fracht zurück sind. Bis dahin haben wir die beiden Hänger vom Vormittag leer. Es ist wirklich ein harter Tag!

Nur gut, dass nicht alle so sind. Meistens laden wir nur zwei bis drei Hänger ab, und an Tagen, wo große Rundballen gepresst werden, habe ich nämlich frei. Heute ist es besonders für mich wichtig, dass am Abend

mindestens zwei leere Hänger auf dem Hof stehen. Morgen ist nämlich mein eigenes Heu dran.

Abends fahre ich direkt vom Hof zu unseren Pferden. Dort ist die Arbeit fertig, Ute war fleißig. Ich streichele noch ein paar Pferdenasen und freue mich, dass ich Feierabend habe. Zum Reiten bin ich viel zu müde. Dabei täten meinem Rücken ein paar Schrittrunden eigentlich ganz gut. Kyras sanfte Bewegungen massieren ganz wunderbar. Um neun bin ich im Bett, todmüde, aber sehr zufrieden mit meiner Tagesleistung. Trotzdem bin ich froh, dass die Heuernte bald vorbei ist. Dann kommt 'nur noch' das Stroh, und dann darf ich endlich an Urlaub denken!

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