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Oft werde ich gefragt, ob eine Fütterung von Kräutern und Pflanzen bei Pferden als Mineralstoff-, Spurenelement- und Vitaminversorgung den Bedarf von Pferden decken können, oder ob ein synthetisches Mineralstofffuttermittel gefüttert werden muss, um Pferde ausreichend zu versorgen.
Ebenso gut könnte der Mensch sich fragen, ob Gemüse und Obst ausreichen, den Bedarf eines Menschen zu decken, oder ob zusätzlich ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat eingenommen werden muss.
Beim Menschen ist es hinreichend bekannt, dass synthetische Präparate nicht so wirkungsvoll
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sind, wie eine ausgewogene und gesunde Ernährung, da synthetische Produkte nicht so gut verstoffwechselt und vom Organismus aufgespalten werden können.

Erst recht trifft das auf den Pflanzenfresser Pferd zu, da das Darmsystem von Pferden synthetische Produkte weitaus schlechter aufspalten und verstoffwechseln kann. Dies liegt in der Natur des Pferdes, denn die Nahrungsquellen des Pferdes vor Domestikation waren ausschließlich Gräser, Kräuter, Pflanzen, Baumrinden und Wurzeln.
Der Verdauungstrakt des Pferdes hat sich in
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Jahrhunderten auf diese Nahrung eingestellt. Mit der zunehmenden Nutzung des Pferdes gaukelt uns die Werbung vor, dass Pferde ohne künstliche Substanzen Mangelerscheinungen bekommen. Bedarfswerte werden zur Untermauerung dieser These zu Hilfe genommen.
Diese Bedarfswerte sind Schätzwerte, von Menschen ermittelt, welche in der Regel nicht Rassen spezifisch, sondern anhand beispielsweise von Vollblütern, ermittelt wurden. Dass der - geschätzte - Bedarfswert eines Vollblüters jedoch nicht unbedingt dem eines Shetty`s entsprechen muss, liegt auf der Hand.
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