|
Wenn sie nämlich zum ersten Mal wieder auf die Weide kommen! Warten Sie im Frühjahr auch so sehnsüchtig auf der erste Gras? Meine Ungeduld deckt sich durchaus mit der meiner Pferde.
Jeder Grashalm, der es wagt zu sprießen, wird auf seine Tauglichkeit als späteres Pferdefutter untersucht. Und wehe, er stellt sein Wachstum wegen plötzlich zurückkehrender Kälte wieder ein!
Wen sich zum ersten Mal wieder das Tor zur Weide öffnet, bin ich in Gedanken schon fast bei der Heuernte. Aber soweit ist es natürlich noch lange nicht. Zunächst einmal müssen die Pferde vorsichtig
|
 |
an das neue Gras gewöhnt werden. Eine zu plötzliche Umstellung ist immer gefährlich und kann zu bösen Koliken führen.
 Damit Magen und Darm sich auf das frische Grün umstellen können, beginne ich mit einer halben Stunde Weidezeit um die Mittagszeit. Dann ist der Tau herunter, und wenn ich Glück habe, scheint sogar die Sonne.
Dreißig Minuten sind für den Anfang genug, und trotzdem fällt es mir immer schwer, meine begeistert grasenden Vierbeiner wieder zurück in den Auslauf zu holen. Es schmeckt ihnen doch gerade so gut.
|
 |
 In den nächsten Tagen wird die Weidezeit allmählich verlängert, während gleichzeitig das Kraftfutter reduziert wird. Auch die Heurationen werden nun allmählich kleiner, und nach etwa zwei Wochen sind die Pferde auf das neue Futter umgestellt. Jetzt endlich kann ich sie gleich am Morgen raus- und bis zum Mittag draußen lassen.
Für den Rest des Tages gibt es Weizenstroh und am Abend noch eine Handvoll Heu. Letzteres wird im Laufe der nächsten Wochen durch frisch geschnittenes Gras ersetzt. Das mähe ich an Stellen, die von den Pferden nicht abgefressen werden können.
|