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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2009-04 AUSGABE
2009-04


INHALT

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Rasseportrait Budjonny - Die jüngste Rasse der ehemaligen Sowjetunion
// Ramona Dünisch

Bereits in der zaristischen Zeit wurden Don-Pferde und Vollblüter mit lokalen Steppenpferderassen gekreuzt, um deren Vorzüge geschickt zu verbinden. Auch hier bemerkten die Verantwortlichen wie Züchter in aller Welt immer wieder ihre Grenzen und mussten verfeinern, um exakt die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Zeitweise ging die Fruchtbarkeit zurück oder die Tiere waren zu wenig für die ganzjährige (!) Herdenhaltung geeignet. Auch Probleme im Exterieur mussten behoben werden - zu kurze und tief angesetzte Hälse passten ebenso wenig ins Bild wie ein kaum entwickelter Widerrist.

Am besten bewährte

sich zu guter Letzt die Anpaarung von Don-Pferd, Vollblut und Tschernomorsker Pferd. Die erste Kreuzung erfolgte mit Don- bzw. Tschernomorsker Stuten und Vollbluthengsten - niemals umgekehrt! 657 Gründerstuten gingen auf 359 Vollblut x Don-, 261 Vollblut x Don- x Tschernomorsker-Stuten und 37 Vollblut x Tschernomorsker-Stuten zurück.

Budjonny im Trab
Unter Betrachtung dieser Konstellation ergibt sich die Erkenntnis, dass ein Budjonny keinesfalls nur ein veredeltes Don-Pferd sein kann. Don-Pferde und Tschernomorsker sind zwei unterschiedliche Rassen und nicht gleichzusetzen.

Die verwendeten Vollbluthengste wurden nach besonderen Kriterien ausgewählt - ein regelmäßiger Bewegungsablauf und ein korrektes Exterieur waren ebenso wichtig wie Größe, Stärke und gutes Springvermögen.

Eine eigens entwickelte Methode der kulturmäßigen Herdenhaltung und Jungpferdeaufzucht kam dabei den sowjetischen Zuchtexperten zu gute. Die wichtigste These der sowjetischen biologischen Wissenschaft lautete folgendermaßen:

Bei der Mischlingserzeugung müssen für die Übertragung der anzuerziehenden Merkmale und Eigenschaften auf die lokale Rasse diejenigen Fütterungs- und Haltungsbedingungen sichergestellt werden, welche der Entwicklung der neuen rassenverbessernden

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