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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2008-11 AUSGABE
2008-11


INHALT

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Rasseportrait Appaloosa - Heilige Pferde mit weißen Ohrspitzen
// Ramona Dünisch

Meine Freundin im Odenwald mit ihrem wunderschönen "Buddy"
Setzen wir uns in die Zeitmaschine und reisen viele viele Jahre zurück, als die Büffelherden noch weite Prärieflächen mit ihren Leibern bedeckten:
Feine weiße Ohrspitzen heben sich ab vom dunklen Hintergrund der Berge - ein Indianer späht über sein Revier und sein treues Pferd steht ruhig und gelassen auf dem höchsten Fleck.

Der rothäutige, sonnengebräunte Krieger sitzt nur mit einer Decke auf dem Rücken des Pferdes, sein Federschmuck flattert leise im Wind. Stolz trägt er sein Antlitz und mit einer Hand beschattet er die Augen, um besser die Ferne beobachten zu können.

Unten im Tal tauchen kleine bewegliche Punkte auf, die sich langsam nähern. Auf ein feines Signal seines Körpers hin dreht sich der kräftige Hengst um die eigene Achse und galoppiert mit seinem Besitzer davon, um die Stammesbrüder vor den Eindringlingen zu warnen.

Die Historie
Der Appaloosa gilt als das »Indianerpferd« schlechthin. Wie viele der weiteren amerikanischen Pferderassen stammt auch er von den eingeführten Rössern der spanischen Conquistadores ab. Einige dieser Tiere machten sich damals aus dem Staub und verwilderten in den Weiten Nordamerikas.

Ein sehr typischer Appaloosa im Trab
Indianer aus dem Stamm der »Nez Percé« (Schlitznasen) lebten zur selben Zeit im Nordwesten Amerikas und entdeckten ihre Vorliebe für die gefleckten Vertreter ihrer Gattung. Die sachkundigen Pferdenomaden gelten heute als die ersten Farbzüchter des amerikanischen Kontinents.

Sie entwickelten bereits sehr früh Kastrationsmethoden und trafen dadurch eine ständige Auswahl der besten Tiere zur Fortpflanzung. Deshalb wurden seinerzeit die Appaloosas höher als jede andere Pferderasse gehandelt. Die trittsicheren Einhufer, die aus der Zucht entstanden, fühlten sich im bergigen Gelände wohl und passten zur

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