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Beinahe jedes Mal, wenn ich in den Anzeigenteil einer Reiterzeitschrift schaue, finde ich eine Anzeige, die so oder ähnlich lautet: Wer schenkt mir ein Pferd? Nun ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass sich jemand ein Pferd wünscht. Die meisten Reiter tun das. Allerdings versuchen es wohl die wenigsten, auf dem oben genannten Weg zu einem Ross zu kommen.
Dabei ist die Idee an sich gar nicht schlecht. Es gibt immer mal Leute, die nicht wissen, wohin mit einem ausgedienten Turnierpferd, mit einem 'Rentner' oder einem nur noch bedingt einsatzfähigen Pferd - Leute, die sich freuen würden, einen guten Platz
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für die letzten Jahre ihres alten Kumpels zu finden.
 Nur - sooo ein Pferd soll es denn doch nicht sein. Die Anzeigen gehen nämlich noch weiter. Und dann kommt es! Ganz konkret wird da beschrieben, was man 'mal eben' geschenkt haben möchte:
"Isländer, nicht über zehn Jahre, muss sicher tölten"
"Traber, muss ohne Beschlag gehen können, soll Distanzpferd werden"
"Verlasspferd, Stute mit Papieren, bis acht Jahre"
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Das ist der Moment, wo ich mich frage, was für Vorstellungen manche Menschen haben. Abgesehen davon, dass ein Pferd ein Lebewesen ist, stellt es auch immer einen materiellen Wert dar. Niemand würde auf die Idee kommen, sich per Anzeige ein gutes Auto schenken zu lassen. Aber ausgerechnet bei Pferden soll das funktionieren? Manchmal macht ein Nachsatz die Sache etwas glaubwürdiger:
"Stall mit Auslauf und Weide vorhanden"
"Kommt in kleine Herde in Offenstallhaltung"
"Lebensstellung"
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