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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2008-10 AUSGABE
2008-10


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Alte Pferde - Teil III - Wenn der Tag kommt...
// Karin Tillisch

Der letzte Weg ist oft der schwerste.
Eines Tages kommt der Tag, vor dem sich wohl alle von uns fürchten - es kommt der Tag, an dem Sie entscheiden müssen. Doch wann ist es so weit? Wann sollte man ein Pferd einschläfern oder schlachten lassen?

Das kann man selten ganz genau sagen. Unnötiges Leiden möchten wir nicht verlängern, doch wann ist keine ausreichende Lebensqualität mehr gegeben? Eine schwere Frage. Vorab möchte ich die Gründe aufzählen, in deren Fall eine Tötung eigentlich mit Mord gleichzusetzen ist:

- keine Turnierteinahme mehr möglich

- zuchtuntauglich
- nicht mehr reitbar oder nur noch eingeschränkt reitbar/nutzbar
- kein Geld mehr für den Unterhalt
- keine Lust mehr, sich mit dem "alten Bock rumzuplagen"
- Kosten für Futter und Tierarzt werden unangenehm hoch
- Kauf eines "neuen" Pferdes

Die Tötung soll für das Pferd eine Erlösung sein. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn Ihr Pferd also aufgrund einer Krankheit oder körperlichen Schwäche dauerhaft so starke Schmerzen hat, dass es diese nur unter massivem Einsatz von

Schmerzmitteln ertragen kann - dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, zögern Sie nicht, eine zweite Meinung eines anderen Tierarztes einzuholen - am besten von jemand, der Ihr Pferd gar nicht kennt und unvoreingenommen ist. Hören Sie genau zu, wenn diese Fachleute Ihnen die Chancen erklären, die Ihr Pferd noch hat.

Möglichkeiten und Chancen
Werfen Sie die Flinte nicht zu früh ins Korn - ein ehemaliges Rennpferd einer Bekannten, das mit seinen 18 Jahren nun seine Rente genießt, erlitt letzen Sommer eine schwere Kolik. Der Tierarzt gab ihm eine

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