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Wer den Tod eines Tieres bewusst miterlebt, wird nachdenklich: Unweigerlich rückt der Moment näher, da wir auch für unsere Hunde, Katzen oder eben Pferde diese Entscheidung treffen müssen.
Doch schon einige Zeit vorher muss für viele Pferde eine sehr wichtige Entscheidung getroffen werden: Wie und wo sollen sie ihr Alter verbringen? Ich erinnere mich noch sehr gut, als unser Stallmaskottchen "Winnie", ein Welsh-Shetty-Mix, eingeschläfert wurde.
Es war ein herrlicher Spätsommertag, und wie jeden Tag warf ich auch einen Blick in Winnies Box, da sie ja neben
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meinem Pferd stand. Wie jeden Tag wollte ich der Kleinen ein Stückchen Apfel oder eine Karotte zustecken - doch als ich in die Box sah, blieb kurz die Welt um mich herum stehen.
 Ich war im Urlaub gewesen und hatte Winnie sechs Wochen lang nicht gesehen. Sie war nur noch Haut und Knochen, der Kopf hing tief, die Augen halb geschlossen. Sie röchelte, ihre Dämpfigkeit raubte ihr den Atem.
Der Stallbesitzer hatte schon den Tierarzt rufen lassen. Von der Besitzerin des Ponys, das vor einem halben Jahr mehr oder weniger beim Bauern "zurückgelassen" wurde, war weit und breit keine Spur. Der Tierarzt kommt -
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und plötzlich haben alle anderen etwas ganz Wichtiges zu tun und verschwinden.
Wer übrigbleibt, um unserem Maskottchen das letzte Geleit zu geben, sind der Bauer, eine junge Pferdebsitzerin, die selbst ein altes Pferd hat, die Reitbeteiligung der Stute nebenan, der Tierarzt und ich. Völlig apatisch lässt Winnie sich aufhalftern und folgt dann auf wackeligen Beinen vertrauensvoll dem Bauern, wir anderen marschieren hinterher, hinter den Kuhstall.
 Der Tierarzt spricht mit ruhiger Stimme und gibt Winnie erst einmal eine leichte Beruhigungsspritze. Wir verabschieden uns von der kleinen Maus. Obwohl
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