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"Ja! Ja! Jetzt", skandiert der Reitlehrer begeistert. "Haaaa - hiii - aaaaaah", steigert sich das Stöhnen zu einem undefinierbaren Seelenlaut, der von einem latent verzweifelten Schnappatmen gekrönt wird. Also doch Kreißsaal...? "Los, weiter, ja, so, ja, Hüfte, Hüfte, schieben, Schenkel!" "Aaah - aaaahhh - ich kann nicht mehr..." "Doch, los, genau, so ist es gut, siehst du, ja, ja..."
Das Ernüchternde an diesen akustischen Achterbahnfahrten ist nur, dass der Reiter selbst sich vermutlich gerade in der unerotischsten und am wenigsten gebärfähigen Verfassung seines Lebens befindet.
 Irgendwie tut alles
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weh, vor allem die Körperteile, deren Namen der Reitlehrer so enthusiastisch durch die Halle brüllt; die Zunge hängt trocken zwischen den Zähnen, der Gaumen ist staubig, der Magen rebelliert und der Geist betet um baldige Errettung.
Nur danach, wenn es doch geklappt hat, wenn das Pferd zwei schöne lange Runden galoppiert ist und der Zügel nicht zu lang geworden ist, wenn Loben und Schritt angesagt ist und der Puls sich normalisiert - - dann haben die Emotionen doch ein wenig postorgiastischen Charme.
 Man hat sich zwar nicht von Casanova beglücken lassen und der Welt keinen neuen Erdenbürger geschenkt, aber das Herz läuft dennoch über vor
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leichtem, puren Glück. Reiten macht eben Spaß.
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