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Wenn man jemandem erzählt, dass man Pferde hat, kommt fast mit Sicherheit die Frage: "Haben Sie auch einen Hengst?"
Ich habe keine Ahnung, warum das so ist. Vielleicht spukt in den Köpfen derer, die Pferde zwar mögen, aber selber keins haben, noch immer der vielgeliebte Fury herum. Dieses Wundertier aus Film und Fernsehen hat aber leider keinerlei Ähnlichkeit mit den Pferden, mit denen man es in der Realität zu tun hat.
Von Mutter Natur hat ein Hengst eine ganz bestimmte Aufgabe bekommen. Er muss seine Stuten zusammenhalten, bewachen, verteidigen und decken. Das
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ist ein sehr anstrengender 'Beruf', den er nur über eine relativ kurze Reihe von Jahren ausüben kann. Sobald ein stärkerer, meist jüngerer Rivale kommt, muss er 'abdanken'.

Während seiner Zeit als Herdenchef hat so ein Hengst ein abwechslungsreiches Leben, das ihn voll ausfüllt. Ein im Stall gehaltener Hengst hat das nicht. Man muss andere Aufgaben für ihn finden, wenn er nicht seelisch verkümmern soll. Selbst ein Deckhengst ist nicht ausgelastet, denn er braucht seinen Kopf nur zum Fressen. Wen wundert es da, dass viele Beschäler als schwierig gelten.
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Neben den Deckhengsten kennen wir die so genannten Reithengste. Wenn sie gut gehalten, ausgebildet und beschäftigt werden, ist nichts dagegen einzuwenden, dass sie Hengste bleiben. Sehr oft ist das aber ganz anders.
 Da wird so ein armer Pferdemann ausschließlich im Stall gehalten, kommt nur zum Reiten an die Luft, muss auf Kontakt zu seinen Artgenossen verzichten und weiß nur aus seinen Kindertagen, was eine grüne Weide ist. Ein erbärmliches Leben!
Erstaunlich viele Pferdehalter haben vor Hengsten regelrecht Angst. Oder besser gesagt, sie haben Angst davor, war
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