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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2008-02 AUSGABE
2008-02


INHALT

Seite 8 von 8
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Das große Fest der Pferde in Jerez de la Frontera
// Ramona Dünisch

Die ältere und auch aristokratische Variante ist der berittene Stierkampf, einst ausgeführt mit der Lanze des Edelmannes auf den frei lebenden Stier in den Wäldern. Zeitweise wurde er verboten und errang erst wieder im Jahr 1923 ein erneutes Aufleben. Er führt heute ein Schattendasein neben dem weitaus beliebteren Stierkampf vom Boden aus.

Stierkämper - Torero
Diese beiden Stierkampf-Variationen beruhen auf grundsätzlich verschiedenen Sinninhalten: Die plebejische "Corrida", die sich bereits in der ersten

Hälfte des 18. Jahrhundert vom Lanzenritt trennte, als die zu Fuß dem Reiter als Helfer zuarbeitenden sich verselbständigten. Sie entwickelten eine eigene Variante, die zur gefährlicheren männlichen Bewährungsprobe mutierte.

Als künstlerische Ausdrucksform eines streng geregelten, mythischen Rituals vor den tödlichen Hörnern des Stieres ist diese für viele Zeitgenossen heute noch unverständlich und nicht nachvollziehbar. Wer sich eingehender mit der Materie befasst, wird Dinge entdecken, die weit entfernt von Tierquälerei anzusiedeln sind. Doch dorthin ist es oftmals ein weiter Weg, der so Manchem verborgen bleibt…

Im "Rejoneo" hingegen ist der Stier nur Randfigur und Mittel

zum Zweck. Der Akteur im Sattel trägt das Zepter in der Hand und brilliert mit seinem reiterlichen Können. Das Risiko, von den Hörnern des Stieres erfasst zu werden, trägt einzig und allein das Pferd.

Text und Fotografien: www.RamonaDuenisch.de

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