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Wie oft komme ich zu neuen Kunden, die mir Ihre Pferde auch unter dem Sattel vorstellen müssen, denen ich zu Beginn sage, sie sollten alles so wie immer machen. Und sofort nach dem Satteln aufsteigen, nach 2 Runden im Schritt nachgurten und antraben.
Auf meine Frage hin, ob sie heut genau so geritten sind, wie sonst auch, erhalte ich meistens die Antwort: "Ja!". Hat ein Trainer seine Fußballer je ohne Warmup aufs Spielfeld geschickt? Haben Sie einen Sprinter die 100m-Weltrekord ohne Dehnung laufen sehen? Nein?! Ich auch nicht, weil das nicht geht.
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Und das hat auch seinen Grund. Muskeln sind nicht von 0 auf 100 warm, elastisch und können nicht das sofortige Maximum an Anforderung, was sie bei der Arbeit leisten müssen in einem "Kaltstart" erbringen. Als Faustregel gilt, je höher die Anforderung, desto länger die Lösungsphase.
 Je älter das Pferd, desto länger die Erwärmung. Gelenke müssen erst geschmeidig gemacht werden, indem der Stoffwechsel zur "Schmierenbildung" in Gang kommt. Genau so ist es bei den Muskeln, Bändern und Sehnen. Nur durch entsprechende Erwärmung wird dies gewährleistet.
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 Doch wie erwärmt man sein Pferd sinnvoll? In einigen Highsociety-Ställen ist es Gang und gebe, die bereits gesattelten Pferde unter das Solarium zu stellen - lieb gemeint aber völlig unnütz, da die Wärme nur oberflächlich wirkt und auch nur dort eine Mehrdurchblutung hervorruft. Die Muskeln in der Tiefe allerdings, sind davon nicht betroffen.
Also gleich rauf aufs Pferd? Ja und nein. Es ist nun einmal so, dass Pferderücken nicht zum Tragen von Lasten geschaffen sind, dennoch ist es möglich, sie vor dem Aufsteigen auf das Reitergewicht vorzubereiten. Führen Sie Ihr Pferd 2-3 Minuten auf jeder
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