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Manchmal frage ich mich schon, ob das alles nicht ein sehr übler Scherz des Allmächtigen ist. Falls es jemand "da oben" gibt, so hatte er wohl sehr viel Sinn für Humor, als er mein Pferd erschaffen hat. Auf der einen Seite ein wahres Genie, was Zirkustricks und Hohe Schule anbelangt - auf der anderen Seite ein absoluter Querulant und Trampel, was die einfachsten Sachen - wie beispielsweise geradeauslaufen - anbelangt.
So schwankte auch ich am Anfang mit diesem Pferd stets zwischen zwei Extremen: himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt... Doch was ist dran an dem schmalen Grad, der zwischen Genie und Wahnsinn liegen soll? Gibt es das
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wirklich bei Pferden, oder bilden wir es uns nur ein? Kann es auch unter den Pferden Genies und Fachidioten geben? Und vor allem - was machen wir, wenn wir selbst solch ein "wahnsinniges Genie" im Stall haben?
 Das 0815-Bäckerpferd "Die meisten Leute wollen ein Bäckerpferd", erklärte mir Pasotrainerin Sabine Busch bei meinem ersten Besuch auf dem Rittergut Elmshausen. "Bitte was?" "Ein Bäckerpferd. Etwas so Normales wie Milchbrötchen eben. Das wäre dann etwa so: Wallach, 7-10 Jahre alt, gut geritten, geländesicher, kinderfreundlich und anfängertauglich." "Ist ja langweilig..." "Ja, find ich auch
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- aber auch ungemein praktisch!"
Stimmt. Über solch ein Durchschnittspferd wird man sich nie sonderlich aufregen. Es wird seinen Besitzer mit seinen Eskapaden und Aktionen auch nie an den Rande des Wahnsinns oder eines Nervenzusammenbruchs treiben. Mit solch einem Durchschnittspferd wird man aber auch selten jene Art von Erfolg haben, die man mit den "wahnsinnigen Genies" haben kann.
"Bäckerpferde" sind eine tolle Sache. Auch ich hätte als Erstpferd lieber ein Bäckerpferd gehabt als den Spitzbub, den ich jetzt habe. Wenn mein "Shadow" (der mit dem Schatten in der
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