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Pferdeflüsterer sagt: "95 Prozent aller Menschen geben bei einem Problem mit ihrem Pferd fünf Sekunden vor dem Pferd auf."
 Der alte Tom Dorrance formuliert die Ursache geradezu poetisch: "Die kälteste Stunde ist die Stunde vor Sonnenaufgang." Er meint damit nichts anderes als: Wenn es wirklich problematisch wird, legen die Pferde gerne noch eins drauf; bevor sie in der Rangordnungsauseinandersetzung mit Menschen nachgeben, ziehen sie noch einmal alle Register. Menschen werten das oft als besondere Stärke und geben auf. Für das Pferd ist es nur der letzte Test. Und meist obsiegt es.
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 6. Sie besitzt Geduld Gute Trainer werden oft von Schülern wegen ihrer Geduld und Ausdauer im Umgang mit "Problempferden" bewundert. Wenn ich so etwas höre, etwa beim Verladetraining, sage ich immer: "Ich weiß aufgrund meiner Erfahrung, dass es sowieso funktioniert. Warum sollte ich also ungeduldig sein. Ich tue, was zu tun ist, und warte aufs Ergebnis."
 7. Sie kann lieben Sie kann lieben und Liebe beweisen. Liebe heißt: den anderen nehmen wie er ist; sich ihm (und seinen Problemen) zu öffnen und über den
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eigenen Schatten zu springen. Wer sich seinem Pferd nicht öffnet, offen ist für seine Lösungsansätze, wird am Ende immer scheitern. Er mag zwar den einen oder anderen Erfolg für sich verbuchen, aber in der Gesamtbilanz im Minus bleiben.
Pferde als Fluchttiere wollen ständig Grenzen ausweiten. Das ist ihre Art. Wenn der Mensch es schafft, diese Grenzgänger zu kontrollieren, ohne sie gefangen zu nehmen, wird sich auch sein Horizont erweitern. Gute Führung heißt insofern auch, sich vom Geführten beeinflussen zu lassen. Und das ist nichts anderes als bisweilen über seinen Schatten zu springen: etwa Dinge zu tun, die man bislang immer abgelehnt hat; Meinungen anzunehmen, auch wenn sie konträr zur eigenen sind.
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